Ist die Zeit der 100 Watt Topteile vorbei?

Im Vergleich zu denen die Laney reingeknallt hat, bis sie auf Ringkern umgestiegen sind, sind se Spielzeug ;)

Da fällt mir das Beispiel ein, welches ich hier stehen habe:
IMG_8066.JPG

Dagegen ein aktuelleres Modell, selbe Firma:
IMG_98523.jpg

Ersteres ein Engl Straight von '92, zweiteres ein Fireball 100. Wobei soweit ich weiß der FB schon nicht mehr zu den absoluten "Winzling-Trafos" von Engl gehören soll. Verglichen mit dem Straight sind die aber schon eher niedlich. Gerade da Engl hinsichtlich Trafo-Größe einen gewissen Ruf hat, ists doch recht interessant zu sehen, was die mal in die Amps reingehauen haben.

Fotos von dem AOR 50 den ich hier habe bringen leider nichts, da ist ein Ringkern verbaut worden. Zudem ein 50 Watt Vergleich mit anderen 100ern auch nicht ganz fair ist. Riesig klingt der Amp trotzdem, auch mit den "paar Watt" ;) :p
 
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Wahrscheinlich 6550 oder KT88, im Bassbereich nicht unüblich, die Klassiker haben 3 Pärchen davon.
Klassiker sind hier Sunn Model T, Marshall Major/Pig, oder Hiwatt DR 201 als Beispiele.

Na, Na so ist es ja auch nicht: Sunn Model T hat natürlich keine 3 Pärchen 6550 in der Endstufe übrigens auch der Marshall Major nicht; der hat 4 x KT88; das gleiche beim 200W Hiwatt. Der Sunn Model T hat nur 4 x 6L6GC. Das reicht für 100W. Ein Sextett 6550 hat z.B. der 300W Ampeg bzw. PS300 von Fender.
 
, Na so ist es ja auch nicht: Sunn Model T hat natürlich keine 3 Pärchen 6550 in der Endstufe übrigens auch der Marshall Major nicht; der hat 4 x KT88; das gleiche beim 200W Hiwatt
Nein, so meinte ich das auch nicht. 2 Pärchen haben einige, Bassamps sogar 3.
Der Sunn Model T hat nur 4 x 6L6GC
Nein, der hat 4 6550s. Bitte nenne den Fender-Reissue nicht Model T ;)
Ein Sextett 6550 hat z.B. der 300W Ampeg bzw. PS300 von Fender.
Oder der dickste Hiwatt, oder Ampeg SVT, oder oder oder...
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Ich frag grad meine Connections, meiner ist im Proberaum
Erster Spruch ist 53 Pfund Versandgewicht.
Bei Gelegenheit mach ich mal Fotos von den beiden, dann seht ihrs ;)
 
53Pfund....naja das topt mein Top nochmal.
32kg bringt es auf die Waage.
 
mein leichtester 100watter wiegt 27Kg ... ist der Larry
Der schwerste 29,5kg ... der Rivera Bonehead
 
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Ich könnte mir sogar vorstellen das dass "hohe"
Gewicht der 100W Tops eher ein ausschlusskriterium ist als die Leistung an sich.
 
Ich könnte mir sogar vorstellen das dass "hohe"
Gewicht der 100W Tops eher ein ausschlusskriterium ist als die Leistung an sich.
Das Gewicht und die Größe sind bei "modernen" Amps auch sinnvolle Argumente, gegen die es nichts zu sagen gibt. Trotzdem liest man immer wieder von dem angeblichen Problem und den Sorgen von zuviel Leistung. Gefühlt in jedem 2. Topic, in dem jemand nach Ampberatungen fragt. Wenn nicht öfter
 
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Eigentlich sind ja nur Röhrentops so schwer, Röhrenamps sind in meinen Augen eh nur eine Addition mehrerer Unzulänglichkeiten.
 
Trotzdem liest man immer wieder von dem angeblichen Problem und den Sorgen von zuviel Leistung.

Das liegt aber einfach am Unwissen. Es wird ja auch bei so ziemlich jeder dieser Anfragen Gebetsmühlenartig geantwortet, dass ein funktionierendes Mastervolume wichtiger ist, dass 10W immer noch viel zu Laut sind um Endstufensättigung zu Hause zu erreichen und dass Highgain Sounds sowieso nur aus der Vorstufe kommen.
Ach ja und natürlich, dass die Box dafür mindestens genauso wichtig ist. Der Irrglaube hält sich trotzdem.

Für mich ist der einzig sinnvolle Grund dagegen die Größe und das Gewicht.
 
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Irgendwie wird hier viel über die zu hohe Leistung von 100 Watt gestritten - ist viel zu laut...

Natürlich kann man mit 100 Watt mehr Krach machen als mit 15 Watt, aber das ist überhaupt nicht das, auf das es ankommt.
Die Leistung ist maßgeblich an der Formung des Tons und der Fähigkeit des Amps Akkorde sauber aufzulösen beteiligt.
Z.B. braucht man um (vor allem bei Drop-Tuning) die tiefen Töne ohne Leistungsverlust sauber zu übertragen eben Leistung und nochmal Leistung. Das kann man auch bei der Wattleistung von Bassverstärkern sehen - die haben in der Regel immer mehr Leistung als die Gitarristen. Warum wohl?
Da ist es fast wie beim Auto wo man ja sagt Hubraum ist durch nichts zu ersetzen. :D

Ich habe mehrere Amps - unter anderem einen 20 Watt JetCity Head und einen 150 Watt Crate Head.
Beide können heftig laut aber bei gleicher Lautstärke ist die Auflösung beim 150 Watter differenzierter, die Töne kommen definierter, die Bässe sind fetter - das dürfte nicht nur an der Qualität der Bauteile liegen.
Der 20 Watter kommt halt schneller an seine Grenzen.

Also Lautstärke ist nicht alles.

By the way - auch Modeler brauchen eine Endstufe und da wird dann gerne auf eine 100 Watt Endstufe zurück gegriffen!? :evil:

Gruß
 
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Trotzdem liest man immer wieder von dem angeblichen Problem und den Sorgen von zuviel Leistung.
Daher ja mein Gedankengang..auch hier wird vorwiegend über die Leistung gesprochen,dabei
wären von der Lautstärke sogar 5W schon zu viel für Daheim.
Mein 100W top kann auch leise..aber wenn ich den mehrmals die Woche mitschleppen müsste würde ich evtl. auch über eine leichtere Lösung nachdenken.
 
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Ich frage mich sowieso schon länger warum niemand auf die Idee kommt einem Lunchbox-Amp eine Class-D Endstufe mit 800W zu verpassen.
Der Engl Ironball mit seinen 20W hat wenig Headroom, was ich im Studio/kleinem Club gut finde, aber sonst bin ich da immer auf eine seperate Transistor-Endstufe gegangen wenn ich mehr beschallen musste um Clean Headroom zu haben.
Jettt steht er zu Hause, da passt das leistungstechnisch.

Im Ironbass (das Bass-Pendant) geht es ja scheinbar auch mehr Leistung füt mehr Headroom reinzuzimmern, wenn man auf die Endstufenzerre pfeift.
 
Ich frage mich sowieso schon länger warum niemand auf die Idee kommt einem Lunchbox-Amp eine Class-D Endstufe mit 800W zu verpassen.
Laney geht diesen Schritt ja mit dem Ironheart SLS, 300 Watt Class D Endstufe.
Reicht auch dicke, 800 wären beim Bass interessant - die Frage ist jetzt trotzdem, wie sich die kleine Kiste im Vergleich zu nem großen macht.
 
Das liegt aber einfach am Unwissen

Witzig ist nur die Entwicklung: gefühlt war die Sorge vor 5 Jahren + eher, ob auch 50 Watt wirklich reichen. Jetzt hat jeder bammel, dass es zuviel ist :D
 
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gefühlt war die Sorge vor 5 Jahren + eher, ob auch 50 Watt wirklich reichen.

Stimmt, jetzt wo du es sagst. Das kam gefühlt in jedem Thread. Vielleicht wollte damals niemand Röhren im Schlafzimmer haben? :gruebel:
 
Drop-Tunings und mehr Leistung erscheint per se schon logisch. Allerdings: Es gibt ja in den letzten Jahren immer mehr Amps, die Miniaturversionen von "bösen" Amps sind, was ist mit denen?
Kann mir keiner erzählen, dass Leute, die nen 6505MH, Mini EVH5150 oder z.B. den neuen PRS Tremonti kaufen (wollen) nur in Standard E (maximal Drop D) spielen wollen :redface:.
Was ich eher erlebt habe bisher ist eine Verschiebung des Frequenzgangs, gerade bei Amps die umschaltbar waren.
100W--> bauchig, kraftvoller und aufgelöster
50W--> etwas zurückhaltender, weniger Tiefmitten. Aber logischerweise nur ein bisschen leiser.
Das ergibt ja auch insofern Sinn, als dass ein Amp mit 100W ja sehr selten an seine tatsächliche Sinus-Leistungsgrenze kommt. Aus Eigenerfahrung geht es so ab 30W abwärts langsam los damit dass man wirklich bei noch salongfähiger Lautstärke behaupten kann "Der Amp kann nicht so laut wie der 100Wer".
Mag z.B. sein dass je nach Endstufenkonstruktion auch die Steilheit der Endstufe eine Rolle spielt. Nach der alten Bassistenweisheit, Slappen bräuchte deutlich mehr Leistungsreserven :D. Und der 15W-Amp kommt vmtl. bei der sauberen Wiedergabe der "Thumpa"-Palmmutes etwas ins Schwitzen.
 
Drop-Tunings und mehr Leistung erscheint per se schon logisch. Allerdings: Es gibt ja in den letzten Jahren immer mehr Amps, die Miniaturversionen von "bösen" Amps sind, was ist mit denen?
Kann mir keiner erzählen, dass Leute, die nen 6505MH, Mini EVH5150 oder z.B. den neuen PRS Tremonti kaufen (wollen) nur in Standard E (maximal Drop D) spielen wollen :redface:.
Was ich eher erlebt habe bisher ist eine Verschiebung des Frequenzgangs, gerade bei Amps die umschaltbar waren.
100W--> bauchig, kraftvoller und aufgelöster
50W--> etwas zurückhaltender, weniger Tiefmitten. Aber logischerweise nur ein bisschen leiser.
Das ergibt ja auch insofern Sinn, als dass ein Amp mit 100W ja sehr selten an seine tatsächliche Sinus-Leistungsgrenze kommt. Aus Eigenerfahrung geht es so ab 30W abwärts langsam los damit dass man wirklich bei noch salongfähiger Lautstärke behaupten kann "Der Amp kann nicht so laut wie der 100Wer".
Mag z.B. sein dass je nach Endstufenkonstruktion auch die Steilheit der Endstufe eine Rolle spielt. Nach der alten Bassistenweisheit, Slappen bräuchte deutlich mehr Leistungsreserven :D. Und der 15W-Amp kommt vmtl. bei der sauberen Wiedergabe der "Thumpa"-Palmmutes etwas ins Schwitzen.
Man kann hier auch sagen das man bei einem 50er ab einen gewissen Punkt mehr Zerre von der Endstufe hört. Da wirkt dann (cleanen Preamp vorrausgesetzt) der Equalizer halt nur noch als würde ich einen vor den Amp-Eingang setzen und in der Vorstufe verzerren.
Und wenn ich davon ausgehend ein verzerrtes Signal in eine übersteuerndes System reingebe wird es halt matschig. Womit man wieder beim Headroom wäre.
 
Ich hatte heute mal wieder die Ehre einen 100W Top über eine 4x12 Box zu spielen (gähn).
Diezel over Marshall, ein schönes und lang vermisstes Gefühl, wenn dann die Jeans von oversized auf skinny geblasen wird.
Okay, ich trage straight, aber egal... hätte ich die räumlichen Möglichkeiten, wäre ich nur so am Start.
Das Leben besteht aber leider aus Kompromissen.
 
Ich könnte mir sogar vorstellen das dass "hohe"
Gewicht der 100W Tops eher ein ausschlusskriterium ist als die Leistung an sich.

Also mein Diezel Schmidt mit 30 Watt bringt auch schon 23 kg auf die Waage... finde ihn aber trotzdem mega!

Bezogen auf die nicht mehr benötigte Lautstärke müsste die Frage imho eher lauten, ob die Zeit der 4x12 Boxen vorbei ist - aber auch hier kann man keine einfache Antwort geben. Erlaubt ist, was gefällt.
 

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