Hendrix und das LSD.
Da gibt es einige schräge "fun facts" zu.
Erstmals genommen haben soll er es bei seiner Ankunft in London im Herbst 1966 - oder erst im Sommer 1967 beim
Monterey Pop Festival, da weichen die Berichte voneinander ab.
Angeblich wirkte es bei ihm nicht richtig, aufgrund einer Gehirnanomalie - das halte ich für Unsinn.
Die schrägste Geschichte ist, dass er er unter seinem Stirnband, das er ab '69 regelmäßig trug, eine
LSD-Pappe angebracht haben soll, die ihn durch direkten Hautkontakt in einem Dauer-High halten sollte.
Natürlich auch Unsinn, zumal bei LSD sehr schnell eine Toleranzentwicklung eintritt, eine Dauerbedröhnung
kann also gar nicht funktionieren.
Anfangs lebte Hendrix ja in der Londoner Wohnung von Ringo Starr, welcher ihn nach einem exzessiven
Trip, bei dem es in der Wohnung hoch her ging, hinauswarf.
Das hatte in erster Linie damit zu tun, dass ab 1967 die Polizei in England geradezu fanatisch hinter Pop- und Rockstars
aufgrund des immer weitere Kreise ziehenden Drogengebrauchs her war.
Die Stones und John Lennon hatte es ja beispielsweise recht übel erwischt, daher wollte Ringo
lieber keine Drogenparties in seiner Wohnung und Hendrix musste gehen.
Insgesamt würde ich den Konsum als Einflussfaktor seiner Musik nicht überbewerten bzw. sollte man
sich der Tatsache bewusst sein, dass LSD einen nicht zu einem kreativen Künstler macht, wenn man nicht schon
vorher einer war.
Bassist und Freund Billy Cox musste 1970 ja frühzeitig wieder zurück in die USA reisen, weil ihm jemand
heimlich LSD verabreicht hatte und er daraufhin einen psychischen Zusammenbruch mit Angstattacken erlitt.