Nervendes Publikum während des Gigs

  • #21
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  • #22
Ehrlich gesagt finde ich das müsst ihr abkönnen. Jede Musiker_in kennt das doch irgendwie.
Mal sind es Die „Summer of 69er“, mal StageDiveHeadbangPogo Leute, nervige Handyfilmer, Muckerpolizei,
Kammersaal-Schwätzer, ….
Und du bekommst wenigstens Geld dafür und darfst Musik machen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Lächeln und durch oder Eskalieren und durch - deine Entscheidung

Bester Vorschlag weil Charmant
Stellt Schilder auf: WÄHREND DER FAHRT NICHT MIT DEM FAHRER SPRECHEN, und deute notfalls drauf. :rofl:
 
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  • #23
moin, was meint denn der rest der band? das 'abwehrkonzept' müßt ihr ja gemeinsam tragen.
gruß, horst.
 
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  • #24
aber er lässt nicht locker, bis ich ihm zurufe "jetzt nicht, komm in der Pause wieder"
Wenn du das neben Spielen und Singen auch noch höflich hinkriegst (Respekt), und er das dann auch kapiert, finde ich das eigentlich schon die beste Lösung. Vielleicht zukünftig gepaart mit dem Busfahrerschild? Alles andere bauscht das Thema unnötig auf.

Mir ist das bisher nur einmal passiert, aber da mir noch Erfahrung und Routine fehlt, hat es mich ziemlich aus dem Konzept geworfen. Von daher kann ich gut nachvollziehen, wenn dich das nervt.

Gruß,
glombi
 
  • #25
Bin etwas enttäuscht über die bisherigen Antworten hier.
M.m. fehlen hier Ratschläge von alten, erfahrenen Füchsen, denn das Problem ist ja nicht neu.
Vermutlich lesen die hier einfach nicht mit.
 
  • #26
Wie wäre es mit der erziegerischen Methode:
Sofort das aktuelle Stück abbrechen, volles Spotlight auf den Nervfrager, aufstehen, In-Ears rauspfriemeln und freundlich fragen (Mikro!): "Entschuldigen Sie bitte, aber mit den In-Ears kann ich Sie nicht hören. Was kann ich für Sie tun?"

Grüße
 
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  • #27
Habe so etwas ähnliches schon als Gast auf einer Firmenparty erlebt.
Da ist ein Angetrunkener vor Begeisterung auf die Bühne gesprungen und wollte mitsingen. Daraufhin hat die Band sofort aufgehört zu spielen und die Sänger sind zur Seite gesprungen.
War natürlich für den "Verursacher" eine peinliche Sache, da den Vorfall jeder, auch der Chef, mitbekommen hat.
Das erscheint mir ja noch die beste Idee zu sein.
Bei Firmenparties gibt es ja u.U. auch Reden und Ansagen von wichtigen Leuten - wenn da jemand auf die Bühne kommt, will der vermutlich eine wichtige Ansage machen oder gar eine Lobesrede auf die Firma oder sowas machen.
Rein aus Respekt davor muss die Band dann halt abbrechen und Platz machen, damit der seine Rede halten kann.

Grüße
 
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  • #28
Bin etwas enttäuscht über die bisherigen Antworten hier.
M.m. fehlen hier Ratschläge von alten, erfahrenen Füchsen, denn das Problem ist ja nicht neu
Mag allerdings auch daran liegen, dass es oft kein Richtig oder Falsch geben kann, da jede Situation individuell ist.
Ich staune manchmal, wie charmant und teils humorvoll manche Leute unangenehme Situationen "bereinigen" können, in denen ich heillos überfordert wäre, und wenn mir so jemand erklären würde "mach doch soundso, klappt immer", wäre das mit Sicherheit die Garantie, dass ich mich mit Anlauf in die Nesseln setze.

Der einzige sinnvolle Rat ist imho, man sollte versuchen, sich gar nicht erst drüber aufzuregen. In jedem Lebensbereich gibt es Menschen, denen es am nötigen Feingefühl fehlt, so ist das auch in der Musik. Wenn man sich vor Augen hält, dass selbst der nervigste volltrunkene Störenfried in dem Moment eigentlich nur zum Ausdruck bringt, dass die Band ihm taugt und er (oder natürlich sie) Spaß hat/haben will, könnte es vielleicht gelingen, ohne mühsam runtergeschluckten Ärger zu verstehen zu geben, dass man sich über den Zuspruch selbstverständlich freut, man wegen [Grund bitte hier einsetzen] den Wunsch nur leider nicht erfüllen kann.

Dass eine Wunschliste, eine Auflistung des gesamten Repertoires inkl. Preisliste für Extras oder andere denkbaren Lösungsansätze solche Störfälle effektiv verhindern, bezweifle ich , denn auch die müssen ja erst mal verstanden werden.
Wir alle kennen solche Situationen, sie scheinen also in einem gewissen Maß normal zu sein. Wer damit nicht klar kommt, sollte sich überlegen, ob es nicht besser für den Seelenfrieden wäre, sich von Bühnen in Festzelten oder auf Firmenfeiern fern zu halten.
 
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  • #29
Ich hab auch gut 25 Jahre Tanzmucke als Keyboarder hinter mir und es kommt halt doch sehr auf den Rahmen an. Bei Stadtfesten, Open Airs oder so gibt es die Probleme ja kaum. Das sind ja wirklich eher die Hochzeiten, Landjugendbälle, etc.

Wir hatten nachher am Bühnenrand einen kleinen Block liegen und da konnten dann Wünsche aufgeschrieben werden. Hat eigentlich gut funktioniert.

Grundsätzlich hatten wir relativ feste Sets (die dann ggf. auch gesplittet wurden) und da haben wir dann bei Bedarf die Wünsche mit untergebracht.
Oft haben wir aber auch am Anfang schon gesagt, dass Wünsche willkommen sind, wir aber nicht jeden Wunsch sofort oder überhaupt erfüllen können.

Das der Besoffski dann trotzdem an oder auf die Bühne steigt um seinen Wunsch loszuwerden wird sich aber nicht vermeiden lassen und ist leider Teil von so einem Job. Genau so wie manche Ihr Bierglas auf die Boxentürme oder neben das Pedalboard des Gitarristen stellen.

Am Ende ist man bei sowas halt Dienstleister und muss sich sagen "Immer lächeln und winken" :)
 
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  • #30
Stellt Schilder auf: WÄHREND DER FAHRT NICHT MIT DEM FAHRER SPRECHEN, und deute notfalls drauf. :rofl:
Ob Ihr es nun glaubt, oder nicht:
Genau das habe ich genauso seit 45 Jahren praktiziert. Einfach ein DINA4 mit dem Spruch, das ganze schön laminiert und als Tafel (immer schön griffbereit am Keyboardhocker) im Bedarfsfall hochgehalten. Das hat die Situation ausnahmslos entschärft und niemals zu einer weiteren möglichen Eskalation auf der Bühne geführt.

Zu meiner Zeit war ja in ear auch noch nicht so en vogue und somit habe ich immer das Gequatsche, meist auch noch vor dem Mikro, vermeiden können. Ausnahmslos.

Auf der anderen Seite bin ich aber auch vor etlichen Jahren dazu übergegangen, kleine DINA6 Zettel mit Band-Logo und Kontakt-Telefonnummer auf den Tischen zu verteilen. Zum einen war das eine recht gute Werbung, ohne aufdringlich zu wirken, und es wurden auch jede Menge Zettel so quasi als Visitenkarten mitgenommen, ohne dass die sich letztendlich in unserer Vorschlägebox wiederfanden. Und hat auch kaum was gekostet....

So gab es auch niemals, wirklich niemals, Diskussionen darüber, ob wir den ein oder anderen Titel überhaupt liefern konnten.
Im Zweifelsfall haben wir immer behauptet, den Titel schon gespielt zu haben, wahrscheinlich als der Gast auf der Toilette oder beim Rauchen war. :whistle:
Bildschirmfoto 2026-06-08 um 11.01.48.webp
 
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  • #31
Bei Stadtfesten, Open Airs oder so gibt es die Probleme ja kaum. Das sind ja wirklich eher die Hochzeiten,
Tatsächlich ist mir das auf einer Art Stadtfest passiert. Da hat sich eine ältere Dame durch eine Absperrung gezwängt, und stand direkt an der Bühnnenseite neben mir, als wir das nächste Set gerade angefangen wollten: „Wann spielt ihr denn endlich 80er?! Auf dem Plakat (nicht von uns) stand 80er! Wir wollen hier endlich tanzen!“ Ich war total konsterniert, weil wir einen Mix aus 70er bis heute spielen, und schon ein paar 80er-Nummern dabei waren. Ich musste auch erst die Setlist checken. Habe ihr dann gesagt, das gleich ein paar entsprechende Nummern kommen. Leider hat der Drummer da schon ohne mich angefangen 😳.

Und wer hat dann natürlich nicht getanzt…?!

Bin etwas enttäuscht über die bisherigen Antworten hier.
Ich fand, da waren schon diverse konstruktive Antworten dabei. Und „echte“ Profis tummeln sich hier im Board doch eher weniger?

Gruß,
glombi
 
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  • #32
Wenn jemand sein Bier auf meinem Equipment abstellt, breche ich auch mal das Lied ab. Anders kapieren es viele nicht.
 
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  • Ersteller
  • #33
Danke für die vielen Antworten.
Das mit der Zettelbox haben wir schon probiert, hat leider nicht wirklich funktioniert, weil wenn wir den Wünschen da nicht nachgekommen sind, sind sie dann doch direkt auf uns zugekommen.
Auch die Ansage, dass wir gerne Wünsche in den Pausen entgegennehmen, hält die Leute nicht davon auf, während des Spielens auf die Bühne zu springen, weil es ja genau jetzt wichtig ist, sofort diesen einen Song zu spielen.
Ignorieren ist tatsächlich die beste Lösung, auch wenn ich es da schon erlebt hatte, dass einer zu mir hinter das Keyboard kam, und mir direkt in's Ohr geschrien hatte.
Anscheinend bin ich ja nicht alleine mit diesem Problem. Ich kenne das ja auch schon zur Genüge, weil ich seit über 40 Jahren als Dienstleister unterwegs bin. Nur am Wochenende hat es mich extrem genervt, und das wollte ich hier loswerden.
 
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  • #34
a. Stöpsel raus und anhören was er will?
b. ihm einen Tritt geben, dass er von der Bühne fliegt?
c. die Band hört direkt auf, zu spielen, klärt laut und deutlich, dass solche Störungen zu unterlassen sind?
Bin auch für
d) ignorieren bis zum Ende des Stückes, dann nette Ansage/Auflaufen lassen "bespreche ich gleich mit den Kollegen ob wir den Song in die nächst Runde aufnehmen können, schaun wir mal"

c) so hinzubekommen ohne dass es in den Augen des Publikums arrogant rüberkommt - schwierig. Wenn Ihr das hinbekommt ist es eine gute Lösung, aber kann eben auch negativ ausgehen.

"Früher" gab es das Problem vermutlich nicht in genau der Form, da durch Wedges die Bühne deutlich lauter war, da war jedem klar dass man da kein Gespräch anfangen kann während die Musiker spielen.
Der Schilderung nach gab es ja keine "Bühne" die den Zugang schonmal etwas erschwert hätte.
In solchen Fällen könnte man ja schauen ob man mit Deko/Pflanzen u.ä. eine Abgrenzung hinbekommt.
Ansonsten im Vorfeld jemand rekrutieren (Veranstalter/Bruder vom Bräutigam/Bedienungen) die solche Leute schnell wieder von der Bühne herunterführen mit dem Hinweis dass Sprechzeiten nur in der Pause sind....

Und die Idee mit "Wunschzettel auslegen" unterschreibe ich.
Im besten Fall könnt Ihr das aktiv bewerben und darauf Bezug nehmen "wir können nicht alles spielen, aber hier lese ich: XY, und den Song spielen wir jetzt für Euch".
Ganz ehrlich - viele Musikwünsche sind ja durchaus wenig überraschend, kann mir gut vorstellen dass Ihr solche Ansagen öfter machen könnt ohne an dem Abend auch nur eine Änderung an der vorher festgelegten Setlist vorzunehmen ;-)
 
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  • #35
Praktikable Lösungen wären auch:

- Einen Apparat zum Ausgeben von Nummern aufstellen, die die Leute ziehen können, und in der Pause die Nummern aufrufen (wie auf dem Amt ;) ) :rofl:

Ernsthaft:

- Tatsächlich (mit Ankündigung; notfalls Zettel und Stifte dazu legen) eine Box aufstellen, in den Leute ihre Musikwünsche werfen können und erklären, dass das gerecht und praktikabel ist und die Aufführung und damit den Spaß der Allgemeinheit nicht stört.

- Oder, wenn Ihr ganz modern seid, einen Code veröffentlichen (Tischzettel, Aushänge, ???) über den die Leute aus Eurem Repertoire oder frei wählen können, und ihr veröffentlicht die Zwischenergebnisse und setzt sie um. Mit Handys rumwurschteln lieben die Leute doch.

- Von vorne herein angekündigt von Zeit zu Zeit zu Beginn/am Ende der Pause die Leute zum Zuruf von Songwünschen auffordern: Es traut sich nicht jeder und man (auch der Vorschlagende) bekommt direkt eine Reaktion vom gesamten Publikum.
 
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  • #36
Hallo,

warum solche Dinge nicht bereits im Vorfeld mit dem Veranstalter (Firma, Brautleute, Geburtstagskinder, ...) thematisieren und absprechen?
Sprich, wie ist das mit Musikwünschen, oder Gästen auf der Bühne zu handhaben?
(Unfallgefahr, Gäste stolpern auf der Bühne betrunken über Kabel oder Stative, oder Kippen Bier über Instrumente oder Verstärkeranlage...?)
Wer von Seiten der Veranstalter kümmert sich um "betreuungswürdige" Gäste?
Wollen die Veranstalter überhaupt, dass sich Gäste irgendwelche Lieder wünschen?
Oder gar der Band etwa zwischen 2 Titeln ihre Wünsche zurufen?

Letztlich bezahlt den ganzen Spaß ja der Veranstalter, und bestimmt dann am Ende auch die Rahmenbedingungen.

Grüße
 
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  • #37
Schild aufstellen:

Musikwünsche kosten 100 €
Spielen wir Ihren Musikwunsch, bekommen Sie Ihr Geld zurück

Die Band​
 
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  • #38
"Geht leider nicht, das Lied ist GEMA-pflichtig, das hätten wir vorher anmelden müssen. Tut mir Leid."
 
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  • #40
Fragt der blinde Tanzmusiker den gehörlosen "Tanzen die Leute schon?", der fragt zurück "spielen wie etwa schon?"

Ist mir so einfallen dazu
 
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