1- Den 4501 unter dem Schreibtisch musste ich erst suchen auf dem Bild.
2- Das ist wirklich ein spannendes Konzept!
Zu 1 – Jo, schön versteckt, aber wenn man ihn etwas aufdreht, dann hört man ihn schon
Zu 2 – Ja, man hat dadurch schon eine tolle Flexibilität.
Ein Freund von mir aus Spanien brachte mich auf die Idee. Er hatte sich ein kleines Edelteil zum Einschleifen von Effekten besorgt, war aber glaube ich nur für Mono gedacht und kostete schon um die € 650. Das war mir zu viel für ein Gerät, das im Prinzip so gut wie nichts kann und nur für den "Punch" des Amps, also die enge Kopplung zwischen Pre- und Poweramps, da ist.
Damals hatte ich schon das UFX+, jetzt habe ich das UFX III mit noch schnelleren Wandlern. Da es ohnehin da war und ich analoge Ports dafĂĽr freihatte, bekam es diese Aufgabe. So entstand mit dem UFX III die parallele Effect-Loop (sogar in Stereo).
Wegen der Lexicon PCM 81/91, die nicht für Mono ausgelegt sind, brauchte ich für den Stereobetrieb einen zweiten Amp, also einen zweiten JCM900 4501. Nach einigen Monaten fand ich einen in den Kleinanzeigen. Zwei unterschiedliche hätten mir nicht so zugesagt, wenn, dann bitte einen Sound. Und den bekomme ich über die Vorstufe. Das UFX III sendet das Vorstufensignal des linken Amps dann in beide Poweramps. Und die klingen schon ziemlich gleich (beide haben EL34, nicht die 5881). Ich finde, die EL34 ist auch die klassische Rockröhre.
Ich hatte mit der Abnahme des Amps über 2 Mikros (Tube und SM57) gute Erfahrungen gemacht. Daher benötigte ich noch 2 Mikrofone und 4 Mic-Eingänge.
Da blieb dann aber am UFX+ bzw. UFX III nichts mehr für den Anschluss von 1–2 Gitarren übrig. Das brachte dann den 12Mic auf den Plan, der neben 12 Mic-Eingängen auch 4 Instrumenteneingänge hat.
Den M-1620 Pro habe ich besorgt, weil die Ein- und Ausgänge +24 dBu unterstützen. Einige Patches der beiden Lexicons liefern einen ziemlich hohen Output, wenn ich sie mit dem MIDI-Pedal des FC-300 moduliere. Jedes Patch hat für den Effekt einen Hauptparameter, der normalerweise händisch über den Adjust-Button an der Front der Lexicon PCMs eingestellt wird. Den kann man aber auch auf ein MIDI-Pedal legen und z. B. bei Delay-Effekten die Länge des Delays steuern.
Wegen des teils hohen Outputs war es mir lieb, dass der M-1620 Pro bis +24 dBu Eingangspegel verkraftet. Das UFX III unterstĂĽtzt bis zu +19 dBu. +24 dBu entspricht dem Niveau eines sehr guten Pultes. So habe ich fĂĽr alle Patches, die ich dafĂĽr besitze (bestimmt an die 1000), genĂĽgend Reserve beim Eingangspegel.
Die HDSPe MADI FX kam ins Spiel, weil mein Rechner von 2014 in die Jahre kommt und ich noch das Maximum an Leistung ĂĽber PCIe herauskitzeln wollte.
P.S.: Der Amp unter bzw hinter dem Tisch bietet auch noch einen weiteren Vorteil. Man kann drei Steckdosenleisten von Brennenstuhl mit Ein-/Ausschalter draufstellen und dann drei Gruppen von Geräten gemeinsam ein- und ausschalten.
A – Alles, was zum Basis-Betrieb gehört: PC, Monitor, Laptop, Powercharger (Smartphone, Kamera)
B – Alles rund um die Musikwiedergabe (Aktivmonitore, Recording-Interface/Preamp/ADDA‑Wandler, externe FX)
C – Alles Weitere fürs Spielen über Amps (die beiden Amps, Preamp beider Tube-Mics, FC-300l, Racktuner etc.)