antipasti schrieb:
Auch Produzenten verdienen gerne Geld
Können und sollen sie. Man sollte allerdings darauf achten,mit welcher Art und Weise und welche Option zur Haupteinnahmequelle wird.
Viele KĂĽnstler promoten sich selbst und verscherbeln sich gratis.
Oder tun das was ihnen das Studio als Musiker vorschreibt,und arbeiten dann ziemlich hart fĂĽr ihr Geld
wie jeder andere normale Arbeiter auch , unabhängig davon ob sie fair bezahlt werden oder nicht.
Und wer sein eigenes Ding durchziehen will,hat es in Deutschland nicht nur in der Musikbranche immer
schon schwer gehabt. Das könnte man zwar ändern,tut man aber nicht und deshalb erzähl ich dir auch nächstes
Jahr nichts neues ...
Der Verkauf von Tonträgern liefert daher nicht mehr ausreichend Umsatz. Musik hat an Wert verloren
Zum Ausgleich schießen die Preise für Konzertkarten immer höher und größere Touneen sind kaum noch ohne finanzstarke Sponsoren als Partner möglich
Unzählige - ganz besonders mittelgroße Sparten-Vertriebe und Promo-Agenturen standen oder stehen deswegen vor der Insolvenz und tun sich daher verständlicherweise eher schwer, in neue Künstler zu investieren. Wozu auch, wenn es fast alles irgendwo gleichwertig für lau gibt.
Du siehst: nicht nur bei Castingshows geht es ums liebe Geld.
Letztendlich haben wir alle mit unseren Konsumverhalten dazu beigetragen,
dass Musik und KĂĽnstler ein "Verbrauchsartikel" geworden sind.
Letztendlich hat man auch als Musiker sowie als Konsument immer die Wahl,
und somit auch die Möglichkeit es vorzuleben und zu ändern.
Die Deutschen müssen nicht ständig darauf warten, bis jemand übers Ausland dem Rest der Nation vormacht wie es funktioniert.
Ausserdem geben gerade in Deutschland immer noch sehr viele Leute,im Schnitt 100€ - 200€ für Konzertkarten gewisser Künstler aus.
Die meisten dieser Acts kommen allerdings nicht aus Deutschland.
Wie auch immer, die Bereitschaft ist also unter Konsumenten in Deutschland immer noch sehr hoch fĂĽr qualitativ gute Musik zu bezahlen.
Durch digitale Medien, ist es selbstverständlich das der Verkauf von Tonträgern zurückgeht.
Das heisst aber nicht,wie auch leider einige deutsche Künstler blöder Weise behauptet haben ,dass jeder Konsument und fan ein Raubkopierer ist.
Fakt ist,dass einige Musikkonzerne es bereits Ende der 90er verschlafen haben,wie man digitale Medien richtig einsetzt.
Aber im selben Moment auch noch CD-preise angehoben hat. Das lässt sich auf Dauer weder Konsument noch Einzelhändler gefallen.
Ausserdem,sind sehr viele Bands durch das Internet erst bekannt und erfolgreich geworden.
Eine Castingshows ist nichts anderes als der Versuch, auf anderem Wege mit Musik Geld zu verdienen.
Natürlich ist es das,nur bleibt das in anderen Ländern lediglich eine Option,die obendrein auch effektiver genutzt wird.
Ich glaube kaum das man den Erfolg einer Kelly Clarkson,Daughtry und Co. mit deutschen XFaktor oder DSDS Kandidaten vergleichen kann.
Das liegt aber eher am schwachen Management und nicht wirklich am KĂĽnstler ...
Solange man in Deutschland nicht lernt ,die Leistung und harte Arbeit von Musikern zu respektieren,sondern nur daran
interessiert ist regional das schnelle Geld zu verdienen ,darf das gerne weiter so praktizieren.
Nur reicht es eben nicht fĂĽr eine lange Karriere und schon garnicht fĂĽr den internationalen Erfolg.