Gute Frage.
Bei den Gibson Vintage Reissue Saiten (10er) bilden sich bei mir nach kurzer Zeit so Knubbel unter den umwickleten Saiten, im Bereich wo sie auf die Bünde treffen.
Die Ernie Balls haben dieses Phänomen nicht, scheinen resistenter (härter?) zu sein.
@Burkisan: Was würdest Du als besser einschätzen. Das Gibson plekken, oder ein akkurates und sauberes abrichten der Bünde von einem guten Gitarrenbauer?
Also das Plek ist wie ich schrieb für die Gibson 010 schon ziemlich gut.
Das Problem ist die Vorspannung des Halses. Soweit ich unterrichtet bin, wird der Hals ausgemessen und dann wird er durchgebogen, um die entsprechende Saitenspannung zu simulieren.
Aber jeder Hals ist anders und die Kurve verläuft 1. bei jedem Hals ein wenig anders, 2. verändert sich der Hals nach Monaten immer noch ein wenig.
Ein Gitarrenbauer hat eben die Zeit, den Hals unter Spannung einzurichten, dann zu prüfen und geg. Falls nachzuarbeiten. Und das genau für die Saiten und Stärke des Kunden.
Die Knubbel kommen durch Verformungen der Windungen zustande und auch durch Abnutzung der Nickelschicht, sowie von stetigem Bending. Denn dabei werden die Windungen gleich axial und radial beansprucht.
Härtester Tappingstyle Herr Bluesbaker?
Stahl - Nickel : also Federstahl ist doch deutlich härter und verschleißfest als Nickel. Allerdings sind die Windungen nicht aus Federstahl. Die brauchen keine Zugkräfte aufnehmen sondern dienen der Masse. Wären die auch noch aus Federstahl (in der Produktion eher mit größtem Aufwand verbunden), dann wären die Saiten nicht in der Lage kurze Schwingungswellen zu formen, die Saiten wären zu steif. Also geht man einen Kompromiß ein und lebt damit, daß die Windungen irgendwann unten platt sind.
Das ist übrigens der Hauptfaktor für verbrauchte Saiten, nicht deren Oxydation. Und auch die Diskantsaiten nutzen sich unten an den Bünden ab. Sieht man sich das mal unter dem Mikroscop an, kriegt man einen Schrecken.
Aber besser so, als daß die Bünde in einem Jahr runter sind.