Wie stark beeinflusst der Preis unsere Definition der Qualität?

  • Ersteller OliverT
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Ich glaube, es war eine Casio Armbanduhr im Vergleich zu einer Rolex Armbanduhr gemeint ;)
deswegen habe ich ja den 'ersetze durch...' Satz mitzitiert :D
Preis, Qualität, Marke und Image lassen sich imho nur zusammen betrachten, nicht separat.
Dass der 'gesunde Menschenverstand' aka präzise Fakten im Verkauf eine (signifikante) Bedeutung hat, ist nach meiner bescheidenen Erfahrung nicht mehr als ein weit verbreitetes Gerücht.
 
Da spricht jeder (insgeheim, weil nicht ordentlich vorher definiert) von seinen persönlichen Qualitätskriterien.
das ist doch klar, bei mir sind die auch erstmal relativ preisunabhängig, da es mir mehr um das Spielgefühl geht. Aber, wie oben ausgeführt, wird das Spielgefühl , bei meinen Gitarren, halt immer besser, je höher der Preis war.
Teure Instrumente sollten erwartungsgemäß eine sehr hohe Qualität in Materialauswahl, Ausführung und Finish bieten.
was aber auch nicht automatisch dazu führt, das man sich mit der Gitarre wohl fühlt. Bei "PRS"-Gitarren habe ich so meine Probleme, da stimmt das alles, aber für mich klingen sie ziemlich unpersönlich, dann genügt das meinen Qualitätsansprüchen eigentlich nicht, womit wir wieder beim Preis wären, nicht so teuere Gitarren
können da für mich schon wertvoller sein. Alles wieder sehr individuell:rolleyes:.
 
Der Preis hat absolut nichts mit Qualität zu tun. Der Preis wird durch ganz andere Faktoren bestimmt.

Es ist nur leichter bei einem teuren Produkt gute Qualität abzuliefern, da das Budget höher ist.

Jein. Ich weiß was Du meinst, würde aber präzisieren wollen:

Bei der Bepreisung eines Produktes gibt es natürlich viele Faktoren; er enthält mindestens die Herstellungskosten, also alles, was an Material dafür nötig ist, die Maschinen, Strom, Miete, Personalkosten, dazu kommen dann noch Vertriebskosten, Marketing, Steuern und so weiter und so fort. Das muss ja alles wieder reinkommen, sonst würde man ja drauflegen. Dann will man aber natürlich auch gerne noch etwas verdienen. Bzw. muss etwas verdienen, um Rücklagen zu bilden und investieren zu können, sonst ist das Geschäftsmodell nicht auf Dauer tragfähig.

So, und wie viel man da jetzt oben drauf packen kann, hängt von vielen Faktoren ab: Wie sieht der Markt aus, was ist der Kunde bereit zu zahlen? Bei letzterem spielt dann ja auch das Markenimage eine Rolle, das, @fly me to the moon wies darauf hin, ja auch nicht aus dem Nichts entstanden ist.

Und es finden sich ja auch genügend Beispiele, wo sich Unternehmen auf ihrem Image ausruhen, die Produktqualität aus dem Auge verlieren (weil zugunsten höherer Gewinnspanne an Material- oder Personalkosten gespart wird) und dann die ursprünglichen Preise auch nicht mehr einfordern können usw. - da kann auch ganz schnell eine Abwärtsspirale daraus werden.

Woraus ich damit hinaus will: Es gibt ganz offensichtlich einen "Luxusaufschlag" auf etliche Produkte, der nicht rational durch die Herstellungskosten zu erklären ist.

Aber - auch wenn uns das als Kunden mit begrenzten Geldmitteln freuen würde - kein Hersteller kann alle oben genannten Preisparameter gegen 0 drücken und trotzdem Top-Qualität liefern. Das ist einfach eine Milchmädchenrechnung.

Wenn wir uns an der Qualität billiger Fernostware erfreuen, dann zahlt irgendwo auch irgendwer dafür (mindestens) einen Teil des Preises, den wir als Käufer sparen, seien es die Arbeiter, die für einen Hungerlohn unter üblen Bedingungen schuften oder sei es die Umwelt.

Und an der Stelle würde ich mir schon wünschen, der ein oder andere, der eine China-Gitarre für ein paar Hundert Euro abfeiert, das zumindest auf dem Schirm hat: Dass in die Preiskalkulation solcher Produkte eben nicht einfließt, was bei westlichen Produkten der Fall ist, nämlich Löhne, die einen gewissen Lebensstandard ermöglichen, Steuerabgaben, die unser Gemeinwohl finanzieren, Auflagen und damit verbundene Kosten bzgl. Umweltschutz usw. Für mich zahlen solche Aspekte eben auch auf die Produktqualität ein, oder eben nicht.

Aber gut, das ist wohl nochmal ein anderer Diskussionsschwerpunkt.

Für mich jedenfalls ist der Zusammenhang zwischen Preis und Qualität nicht wegzudiskutieren. Extrem günstige Preise sind nur auf Kosten von irgendetwas möglich. Und wenn es nicht die Produktqualität ist (die bei vielen China-Produkten ja für sich betrachtet wirklich passt), dann eben zu Ungunsten anderer Faktoren.
 
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Es gab doch mal einen Test wo Leute dasselbe essen einmal zum billigen Preis und einmal zum teuren Preis vorgesetzt bekamen . Ergebnis war dass die Leute das teurere essen als besser schmeckend beurteilten.
 
Das Ganze geht jetzt wohl eher in die Richtung "Wie stark beeinflusst DIE MARKE unsere Definition der Qualität?" Die Ursprungsfrage war gerichtet auf "Wie stark beeinflusst DER PREIS unsere Definition der Qualität?"

Dann hast Du den Satz nicht verstanden ......

Weiterhin finde ich es schade, dass geschätzte 90% gar nicht beim Thema bleiben .....

.... aber das betrifft ja nicht nur diesen Threat

Es wäre schön, wenn Leute, mit eigener Erfahrung im THEMA GITARREN eventuell schon ähnliches erlebt haben, wie oben beschrieben .....
 
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Wie stark beeinflusst der Preis unsere Definition der Qualität?
Keine Ahnung! Woher auch?

Wie stark beeinflusst der Preis meine Definition der Qualität?
Überhaupt nicht! Gut ist gut und Mist ist Mist, egal wie teuer der Mist war.

Wie stark beeinflusst der Preis unsere Defnintion der Qualität?
Mal mehr, mal weniger! Generell bei Gitarren IMO nie linear oder proportional. Für ein Tick mehr an Qualität, muss man oft viele Scheine hinlegen.
Im "Durchschnitt" bekommt man IMO aber für mehr Geld schon mehr Qualität. Klar gibt es Ausnahmen von dieser "Regel", aber ich habe z.B. zwei Paulas: 1. Les Paul Studio worn brown für 600€ erstanden; 2. R7 Custom Shop silver mist für 2800€... keine Frage, welche ich behalten würden, wenn ich eine weggeben müsste!
Das gleiche auf der Fender Seite da habe ich eine Mexico Tele und eine Am. Delux Strat. Die Am.Deluxe ist da eindeutig "wertiger".

Ob der Mehrpreis gerechtfertigt ist, ist eine ganz andere Frage!
 
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Es gab doch mal einen Test wo Leute dasselbe essen einmal zum billigen Preis und einmal zum teuren Preis vorgesetzt bekamen . Ergebnis war dass die Leute das teurere essen als besser schmeckend beurteilten.

In irgendeiner (Quarks-?)Reportage wurde von Probanden unter EEG-Verkabelung Wein verkostet - der erste Wein wurde als billiger deutscher Moselwein vom Discounter vorgstellt, der folgende Wein als abartig teurer, prämierter Franzose: Beim ersten Wein passierte im Gehirn der Probanden gar nix, beim zweiten gab's ein regelrechtes Feuerwerk in den Gehirnbereichen zu beobachten, die für Geschmack, Wohlbefinden und Begeisterung zuständig sind. Die Pointe war, dass es sich in beiden Fällen um denselben (Billig-)Wein handelte ... Was zeigt, dass unsere Erwartungshaltung definitiv unser Empfinden beeinflusst.

Aber wir sind uns vermutlich schon einig, dass es auch objektiv bewertbare Unterschiede bei Produkten gibt?

Beispiel: Meine Tochter bekam z.B. letztes Jahr Weihnachten eine 3/4-E-Gitarre, Hausmarke eines großen deutschen Musikladens für 79,-

Die Substanz ist wirklich gut, aber an den Bundkanten konnte man sich regelrecht schneiden und das Ding war kaum zu stimmen, bzw. verstimmte sich bei jedem gespielten Ton. Die Bundkanten habe ich dann selbst gefeilt und poliert (2 Stunden Arbeit), einen funktionierenden Sattel hat mein Gitarrenbauer draufgemacht und nachdem ich das Tremolo festgesetzt und funktionierende Mechaniken gekauft habe, ist das jetzt ein wirklich brauchbares Instrument.

Da liegen wir aber auch nicht mehr bei 79,- sondern es sind noch einmal 100,- an Material/Gitarrenbauer reingeflossen, mein eigener "Arbeitslohn" und Fahrerei etc. nicht eingerechnet ...

In bessere PUs, wertigere Potis/3-Weg-Schalter und ein funktionierendes Tremolo könnte man jetzt nochmal 200,- investieren.

Dann sind wir bei einem ordentlichen (Kinder...-)Instrument für zusammengerechnet knapp 400,- statt der ursprünglichen 79,-

Will sagen: Es gibt auch bei Instrumenten durchaus für den Laien nachvollziehbare Faktoren, wo Kosten stecken, bzw. gespart wurden.
 
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Weiterhin finde ich es schade, dass geschätzte 90% gar nicht beim Thema bleiben .....

.... aber das betrifft ja nicht nur diesen Threat

Es wäre schön, wenn Leute, mit eigener Erfahrung im THEMA GITARREN eventuell schon ähnliches erlebt haben, wie oben beschrieben .....
tja --- es scheint halt einfacher zu sein, das ganze aus einer ökonomischen Ebene zu betrachten, als aus Sicht des Musikers
 
Man muss nicht alles erklären und bei Wodka kenn ich mich nicht aus, aber ist doch egal, was du hernimmst, Wodka, Wein, Restaurants, Uhren, Autos, Häuser, Gitarren - es gibt immer Menschen, die bereit sind, höherpreisige Produkte zu kaufen. Das ist Privatwirtschaft und das ist gut so. Wen stört das denn?
Es müssen nicht immer Snobs und Angeber sein..

Es stört mich nicht wenn jemand in ein Restaurant geht wo die Kellner Frack tragen.Und er das vornehme Ambiente genießen will.
Wer aber behauptet, dass die Kleidung der Kellner den Geschmack des Essens objektiv verändert ist ein Snob.

Genau dazu neigen Gitarristen. Sie sagen nicht das schöne Holz meiner Klampfe gefällt mir und macht mir gute Laune.
Sie sagen klingt besser:evil:
 
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So, ..... so nun hab ich 2 Stunden Paula hinter mir - Ist schon eine geile Gitarre :D
 
Es gibt nur zwei Kernaussagen meiner Meinung nach:

1) Unsere Wahrnehmung ist nicht objektiv. Ambiente, Wissen, Erwartung, Stimmung ... all das beeinflusst, was wir sehen/hören/schmecken/fühlen. Es ist wirklich ganz einfach - wenn etwas besser klingen "soll" (weil hochwertig, teuer, getuned, angepriesen) dann ist die Chance verdammt hoch, dass es auch wirklich als besser wahrgenommen wird. Ist so. Muss man mit leben. Dem kann man nur mit aufwändigen Doppelblindtests etwas entgegenkommen.

2) "Super" und "billig" sind unvereinbar. Es gibt "gut und günstig", es gibt "qualitativ besser als man bei dem Preis erwartet", es gibt "ist technisch in einer anderen Liga als beim Preis"... es gibt auch "ist teuer aber gar nicht mal so gut". Aber wie gesagt, die Kombo aus "totaler Wahnsinns-Billo-Preis" und "absolute Obersahne" habe ich noch nirgendwo erlebt. Weder bei Instrumenten, noch bei Technik, noch bei Wein, Uhren, Autos, Kaffeemaschinen, Schuhen, Klamotten.

Und daraus wächst mit der Zeit die Erkenntnis, dass

3) Man sich schon verdammt viel einreden kann, was Wertigkeit und Bespielbarkeit und Sound von Gitarren angeht. Wenn man mit sich und der Welt ehrlich ist, dann ist das schon doof, denn man kann sich nicht mehr hinter "ja mit dem Equipment ist halt nicht mehr drin" verstecken sondern muss sich eingestehen, dass "objektiv" das Geld wohl in Unterricht besser investiert ist als in teure Instrumente. Freude macht's trotzdem.
 
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..und arme Schlucker müssen sich ihren billigen Kram schönreden!

Mal ehrlich gesagt habe ich mir das bei anderen Beiträgen wie "Hochwertig vs. Billig - Ein Widerspruch?" (Oder wie der heisst) auch gedacht und muss es immer wieder denken wenn Röhrenamps schlecht geredet werden.

Meine Tokai LP hat damals auch umgerechnet weit über 1000 EUR gekostet. Tokai ist meiner Meinung nach jedoch keine teure und bekannte Marke, ja die Gitarren sind ja nicht mal über die offiziellen Kanäle erhältlich, also kein teures Markenprodukt. Es hat damals gepasst und würde es heute auch wieder passen. Einem Japaner reichen halt 5 EUR pro Stunde nicht zum Leben.

Bei vielen Produkten schrecken mich aber hohe Preise ab und ich verbinde sie überhaupt nicht mit Qualität, z.B. Apple, da kaufe ich aus Prinzip nichts. Über 1000 EUR für ein Produkt aus der Massenfertigung? Mein Tablet für 150 EUR reicht mir aus, und da hat Samsung noch genug daran verdient. Bei meiner Tokai weiss ich aber, dass der Japaner für meine Gitarre etliche Stunden in der Werkstatt gestanden ist.
 
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... Apple, da kaufe ich aus Prinzip nichts. Über 1000 EUR für ein Produkt aus der Massenfertigung? Mein Tablet für 150 EUR reicht mir aus...
Das Einstiegs-Tablet hat bei Apple immer um 500€ gekostet, erst in letzter Zeit ist man knapp unter 400€ gegangen.
Beim Preis spielen die Fertigungskosten eine untergeordnete Rolle - der Löwenanteil entfällt auf den Softwarebereich (System und Schnittstellen, Benutzer-Interface).

Aber: nur weil es äusserlich gleich aussieht, steckt noch lange nicht das gleiche drin.
Jedes Android Tablet kann ich eindeutig als 'Computer' identifizieren - was bei einem IOS Gerät aus Anwendersicht beinahe unmöglich ist, es wird nur an bestimmten Bezeichnungen deutlich.
Apple lässt sich hier (neben dem obligatorischen Markenaufschlag) auch ein Alleinstellungs-Merkmal bezahlen. ;)

ps: als Hintergrundinformation... nicht dass das hier in die falsche Richtung geht.
pps wegen Preis und Qualität: mein iPad 1 und iPad 2 arbeiten noch mit der ersten Batterie, beim iPhone 3gs habe ich sie vor kurzem ausgetauscht. Gegen eine original Batterie (anhand der Codes), die natürlich mindestesten 6 Jahre herumgelegen hat, folglich keine Ideallösung... aber sie funktioniert gut.
 
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... wie wäre es wenn ihr einfach mal bei der Diskussion bei GITARREN bleibt ;) ich hatte mal einen Chef, der hat gesagt "Bei uns geht es um AAAA und nicht um BBBB merken Sie sich das" Der Satz war gut ;)

Also, versucht doch mal einfach bei einer Sache zu bleiben und keine "Fremdvergleiche" einstreuen ....

Das kann doch nicht so schwer sein ....... :D:great:
 
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Ich denke bei all den kontroversen Antworten hier liegt die "Wahrheit" irgendwo dazwischen. Sprich, eine brauchbare Qualität hat einen gewissen Mindestpreis (Material, Fertigung, Ausstattung, etc.), dann folgt eine breite Mittelschicht (etwas besseres Material, etwas bessere xxx) wo der Preisaufschlag noch rational erklärbar ist, und dann geht es über in Luxus bzw. Preise, wo die Qualität per se nicht mehr steigt sondern Features hinzukommen die das Produkt besonders macht (nicht unbedingt materiell besonders).
Die Übergänge dürften je nach Produkt und Marke etwas vaiieren, aber das Prinzip ist denke ich generell anwendbar.
So sehe ich das.

Für mich persönlich hat Qualität eindeutig einen Mindestpreis, ich gehe aber gern auch etwas in die Mittelschicht, werde aber nie in den Luxusbereich gehen solange an meinem Limettenbaum im Wohnzimmer nicht grüne Scheine wachsen.
 
und in Asien gibt's manche Rolex für 5 - 10 $. :)

Genau - und die Erde ist eine Scheibe!

Billigware mag ja noch ihre Berechtigung haben, aber Fälschungen gehen gar nicht.
Ist ja nur gut, dass jeder Interessierte eine Fälschung leicht erkennt und der stolze Träger entlarvt sich damit als Idiot.
Mit den Menschen, die man damit beeindrucken kann, möchte ich mich lieber gar nicht beschäftigen.
 
@OliverT Du musst es ja nicht wortwörtlich nehmen. ;)
Auch bei Gitarren gibt es 'hidden features', oder Aufwand bei der Herstellung, der nicht unmittelbar ersichtlich ist...

Aber Schwamm drüber.
Ich habe zumindest 1 Beispiel, das @DerZauberer noch nie erlebt hat:
eine Walden D351 (Western), die ich auch mit e-PU (Schalloch) gleich intensiv nutze.
Einführungspreis um 150€, für einen Artec PU noch 50€ draufgelegt.

Die Gitarre ist so gut, dass ich (ernsthaft) einen 250€ Flatbucker drauf montieren wollte.
Dazu kam es nie, weil der billige ('provisorische') PU voll überzeugt hat.
Die Mechaniken arbeiten besser als die meiner Martin-X und die Saitenlage ist angehmer als bei meiner Mexico Tele.
Ich habe 2 Tage mit mir gerungen, ob ich das potthässliche Teil (weinrot lackiert) nehmen soll. :D
 
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Also mich beeinflusst der Preis alleine nicht , eine teuere Gitarre ist nicht gleich Gute Gitarre ..Subjektiv gesehen sowieso nicht ..
Aber wenn man weiss was man will , sich auskennt und auch ein gewisses Level erreicht hat , dann gibt es eben Teuere Instrumente die ihre Daseinsberechtigung haben und VIEL Spass machen (dich weiterbringen weil du BOCK hast das Instrument zu spielen ..)
Aber wie gesagt , man muss erst mal lange suchen und dabei eben mal paar Gitarren spielen .
Ich hab eine teuere Akustische und eine Teuere Elektrische ,vor zwei Jahren hab ich mir selbst zum 50. Geburtstag die Epiphone Flying V Brent Hinds Signature gekauft für knapp 700 euro ..Anfühlen , spielen und Verarbeitung fühlen sich in der Tat an wie bei einem Hochpreisigen Gibson Instrument ..
Deswegen sag ich aber nicht dass die teueren nicht mehr so gut sind ..Von meiner Custom Strat (Teambuild, eine Postmodern Strat im Journeyman Relic, SSS bestückung , 60s style ) bin ich Jedesmal begeistert wenn ich sie in die Hand Nehme , Leicht , Tolle Ansprache und die PU´s sind Extrem Klasse
Perfekte Verarbeitung und Spielgefühl . Was die Beeinflussung betrifft ...Ich hab mehr als 3 Jahre nach einer für mich passenden Customstrat gesucht ..möglichst Günstig EIGENTLICH ..aber als ich die Postmodern gesehen und gefühlt habe (zuerst wollte ich sie in Olympic White und Journeyman Relic..ein WAHNSINN der Look !!)hab ich die 3049 eusen eben bezahlt und war Oberhappy
Daneben hatte ich zuerst eine Roadworn , das 54er Modell , 7,5" Radius (mag ich nicht so) die Bünde waren Alles andere als Abgerichtet (Reibeisen ..) TROTZDEM mochte ich "Blackie" irgendwie und hab Jahre darauf gespielt /gelernt
Dann war ich so "Verrückt" und hab sie zu Thomann zum PLEKen geschickt ..es sollte ein Compound Radius mit nicht ZU tiefer Saitenlage sein (3 mm im 12.bund ) und Edelstahlbünden ..
Als sie Zurückkam war ich so aus dem HÄUSSCHEN ..die Jungs haben das SO Genial gemacht ..das war ein FEELING ..wie ein WESENTLICH hochwertigereres Instrument :juhuu:
Ich hab eine Dankesmail verfassen müssen so Happy war ich :hail:
Auf dem Teil spiel ich so Gut mittlerweile , die Edelstahlbünde sind so Glatt und Makellos ..aber was soll ich sagen ...die war auf einmal was bespielbarkeit und feeling betraf so gut , dass mir dann die PU´s auch nicht mehr genug waren , ich hab den Qualitätsunterschied dann durch die Custom Strat bemerkt ..die waren nicht so Schrill und mehr Obertonspektrum und glitzern statt Ordinäres "klingeln" ..hab lange Überlegt und mir dann ein Kloppmann Schlagbrett bestückt (HSS) gekauft (war teuer), weil ich wusste dass das irgendwie meine Hauptgitarre werden wird ..so ist es auch und die Kloppman PU´s ..Mann WAS für ein Sound ..das war als wenn die Sonne aufgeht ..
Rational waren diese Eingriffe wohl nicht , ABER dafür hab ich ein ganz Persönlich auf mich zugeschnittenes Instrument das einen hohen Coolnessfaktor hat :love:


Aber ich spiele und mag auch meine beiden "Billigheimer" , eine Gibson SG Special (Damals bei Thomann für 599euro !) ich glaub das Günstigste "Made in U.S.A. Gibson Modell , und die Epiphone , an der Epiphone hab ich nichts geändert , die SG wurde mit diverse Edelbauteilen Gepimpt ..
 
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Hi zusammen,

...mal ganz abgesehen davon wie bei der Herstellung von Gitarren "Wertsteigerung" entsteht (darüber kann man nur seitenlang diskutieren) ist das Verhältnis Preis/Wertigkeit/"Marke" natürlich ne Image Sache und muss auf jeden Fall eine hauptsächlich durch die "Marke" vorgegebene Balance haben....die dann wieder die "Wertigkeit" der Marke definiert.....äh....alles klar?

Beispiel: Duesenberg Gitarren waren früher viel zu billig!
Ne Mahagoni Paula/Strat (Aussehen wie Paula, Konstruktion eher Fender) mit selbsgemachten Pickups, exzellenter Hardware, top verarbeitet und genialen Features made in Europe für 900 Euro....da stimmt der Markenname, die Wertigkeit...aber der Preis nicht!
Genauso (hab ich oft verkauft) die Carl Carlton....ne Top Gitarre mit Custom Shop Flair und nem halben Jahr Wartezeit für 1599.-....ist n Witz!

....und hatte zur Folge, dass Kunden mißtrauisch waren....was nicht viel kostet kann nicht viel taugen...das Image der Firma war echt in Gefahr nur weil die Instrumente zu billig waren.
Die Preise sind schon länger angepasst worden, das Image ist nun stimmig, der Hersteller hat den Platz und das Ansehen am Markt das er sich verdient hat...weil auch die Preise dessen Stand wiederspiegeln.

Neulich hatte ich nen Kunden im Laden der mir vermitteln wollte, daß ne komplett in bester Instrumentenbauer-Tradition handgearbeitete Akustikgitarre mit Top Hölzern und dementsprechendem Klang (Eastman) dann nicht 1650.- kosten darf weil sie aus China kommt.

Ich denke, dass so`n Instrument nicht weniger kosten darf...

Gruss,
Bernie
 
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Sehr viele gute Ansätze und Posts hier und alle haben irgendwie Recht.

Da hier auch das Beispiel Alkohol (Wodka) genannt wurde, kann man das auch irgendwie nicht nur auf Instrumente sondern viele Waren und Konsumgüter umsetzen.

Eines meiner anderen Hobbys ist z. B. Whisky, ein Bereich in dem ich durchaus länger gearbeitet habe und auch ab und an immer noch Seminare etc. gebe.
Ab einem gewissen Preis, gibt es kein Plus im Geschmack mehr, anders ja, aber besser?
Es ist viel mehr die Exklusivität die man bezahlt.
Ich habe während der letzten Jahre beruflich Whisky von 30€-13.000€ die Flasche verkostet und der 13.000€ Whisky kommt nicht annähernd in meine Top 20.

Ähnlich wie bei Gitarren, entscheidend ist nicht der Preis, entscheidend ist, was wir daraus machen und wie wir damit umgehen, brauchen wir ein gutes Werkzeug, oder ein Sammelobjekt?

Vor einigen Jahren habe ich alle meine US Strats durch Mexico Modelle ersetzt, warum?
Weil sie für mich besser funktionieren, weil sie als Werkzeug perfekt für mich sind.
Ich habe alle Studioproduktionen sowie Gigs damit gespielt.
Sicherlich besteht die Möglichkeit, dass wenn ich eine US Strat finde und diese mich ebenso inspiriert, dass diese dann ins Lineup kommt, doch bisher besteht da absolut kein Bedarf.

Grüße
Sash
 
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