Ihr macht mir hier richtig Mut, irgendwann auch ein Musikzimmer mit viel tollem Zeug zu haben. Im September fange ich ja meine Ausbildung an und hier sehe ich, was man sich erarbeiten kann, vermutlich auch, wenn man nicht studiert und gleich Arzt wird oder so.
Jedenfalls gehört hier kein Neid hin. Bevor ich mich nach einem Ausbildungsplatz umgesehen habe, habe ich natürlich ein paar Praktika absolviert um Einblicke zu erhalten. Da fällt einem schon am ersten Tag auf, dass Arbeit einfach etwas ganz anderes bedeutet als nur Schule. Schule ist Luxus! Man hat den halben Tag frei, kann sich viel Mist erlauben, sitzt den ganzen Tag mit seinen Freunden zusammen, usw...
Wenn man arbeitet muss man sich seine Zeit viel besser einteilen. Man hat nicht mehr jeden Tag Zeit bzw. wegen des Stresses auch Lust, ins Schwimmbad zu gehen, kann nicht mehr mehrmals pro Woche mit seinen Kumpels feiern gehen.
Deshalb finde ich, dass man sich auch was gönnen darf und man sich seine Sachen wirklich verdient. Man denkt auch länger darüber nach, etwas zu kaufen. Man kommt ins Überlegen, wie lange man für etwas gearbeitet hat.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe ich auf meine Schulzeit zurück. Natürlich hat die Schule selten besonders viel Spaß gemacht, aber im Vergleich zur Arbeit war es wahrscheinlich die beste Zeit meines Lebens. Auch wenn ich jetzt Geld verdiene bleibe ich dabei, Zeit kann man nicht kaufen. Man verkauft quasi seine Arbeitszeit, aber zurückkaufen kann man sie nicht. Was nützt einem dann das Geld, wenn man keine Zeit hat?
Ich hoffe ich lerne schnell zu verstehen, wie man sich seine Zeit auch neben seinem Berufsleben sinnvoll einteilen kann und Spaß an den Dingen haben kann, die man sich erarbeitet. Für mein erstes Gehalt hab ich natürlich auch schon einen Verwendungszweck...
