An jedem Mythos ist auch ein Funken Wahrheit dabei.
Es ist doch so. Da schreibt ein Forenmitglied älteren Alters, dass es früher
viele Todesfälle aufgrund schlechter Erdung gegeben hat. Man glaubt, Mensch, der ist in der Zeit aufgewachsen, da wird schon was dran sein. Du fragst nach wer denn alles gestorben sei. Dann kommt man mit einer vermeintlich veritablen Quelle mit Hartz-4-Niveau um die Ecke, und gleich der erste Beitrag ist....eben einfach in allen Belangen falsch.
Aber genau so entstehen Mythen.
Schon allein die Tatsache, dass auf das Nachfragen der
vielen Todesfälle, keine Aufzählung von min. 10 Leuten folgte, sagt schon vieles aus.
Mir ist kein einziger Fall bekannt, wo ein Musiker wegen schlechter Erdung oder Stromschlag über die E-Gitarre gestorben ist. Sehr wahrscheinlich gibt es einfach keinen.
Fakt und richtig ist einzig, dass in den 60s & 70s einige wenige größere und wohl viele kleinere Open-Air-Konzerte aufgrund schlechten Wetters abgesagt werden musste, bzw. sich stark verzögerten. Prominentes Beispiel in den 60s war Woodstock, wo bekanntlich auch Jimi spielte. Bob Weir, der Rhythmusgitarrist von den Grateful Dead erhielt beim Woodstockfestival tatsächlich einen Stromschlag (es regnete ja bekanntlich am 1. & 2. Tag), aber nicht von der E-Gitarre oder dem Verstärker, sondern von seinem Gesangsmikrofon.
Aber auch in jüngster Vergangenheit findet man Beispiele. Rock am Ring 2016.
Früher waren nicht alle Bühnen überdacht, sodasss es direkt auf das Equipment regnete - Wasser und Elektronik waren noch nie gute Partner, da kann es noch so gut geerdet sein ==> man wollte einfach Kurzschlüsse vermeiden und natürlich wollten sich die Musiker auch Selbst vor Stromschlägen schützen. Blitzschläge auf Bühne und/oder Publikum nicht zu vergessen, stellen selbst heute noch ein hohes Gefahrenpotenzial dar.
So enstehen wie gesagt Mythen...die Wahrheit und Gründe sind aber oft deutlich anders gelagert.
