Mittlerweile sage ich dazu nichts mehr (man macht sich auf Dauer nicht freiwillig zum Buh-Mann), aber der Trend ist trotzdem deutlich zu erkennen. GAS hier, GAS da, wirklich spielen tut kaum jemand, aber das ist wohl mittlerweile auch nicht mehr so wichtig.. Hauptsache man hat den geilsten Scheiß.
Das ist für mich aber auch irgendwo der Witz an der Sache, den ich bei mir zumindest fest stelle.
Wenn man schon nur noch so wenig Zeit hat um Gitarre zu spielen (sei es privat bzw. beruflich bedingt oder wegen fehlender Band oder WhatEver), also die Quantität gesunken ist, dann möchte man wenigstens die Qualität steigern, sozusagen als Kompensation, im mathematischen Sinne, sozusagen:
3 Stunden x mittelmäßige Gitarre = Spielspaß von 9
Um den gleichen Spielspaß jetzt in 1 Stunde zu erreichen, muss ich natürlich eine deutlich geilere Gitarre haben, damit die Gleichung noch aufgeht.
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Ich persönlich bin denke ich nicht direkt vom GAS betroffen, zumindest in keinem gefährlichen Stadium.
Ich habe im Laufe meiner 13 Jahre Musik Macherei natürlich auch dutzende Gitarren, Bässe, Effekte und Co. gehabt, aber das hatte in der Tat meistens einen Grund warum ich gewechselt habe und vor allem: Ich habe gewechselt und nie gehortet.
Sprich, ich habe immer etwas verkauft und dafür was neues gekauft.
Fehlkäufe oder Impulskäufe bleiben dabei natürlich nicht aus und Geld verschenkt man auch und zwar in der Summe nicht zu knapp, da gibt es dann auch nix schön zu reden.
Aber nun ja, es ist halt Hobby, das kostet Geld und solange man die Miete noch zahlen kann ist alles ok, wie ich finde.
Die bessere Hälfte wird schon moppern wenn es zu extrem wird, was das Geld ausgeben angeht.
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An sonsten stimme ich den meisten hier aber schon zu.
Ich habe wie gesagt kein krasses GAS, erst recht nicht im Bezug auf Amps und Co. (die haben mich schon immer kalt gelassen), aber gerade Instrumente als solches machen halt schon richtig bock und zwar nicht nur das Spielen, sondern auch das Recherchieren, Vergleichen und Kaufen selbst. Und das KANN schon "gefährlich" werden und einen echt in einen Sog ziehen, wo man wirklich Abends ins Bett geht und gedanklich nur bei
Thomann, Kleinanzeigen und Co. ist. *lol*
Verstärkend kommt bei mir hinzu, dass ich anno 2014 auf einem Level an Instrumenten angekommen bin, wo es auch noch richtig teuer wird, was es nicht einfacher macht.
Meine 3 aktuellen Instrumente (2 E-Gitarren, 1 E-Bass) haben zusammen einen Anschaffungswert von fast 6.500 Euro gehabt, also einen Mittelwert von über 2.000 Euro je Instrument.
Und DAS macht das GAS´en anno 2015 (also heute) RICHTIG übel und hier bin ich in einem stetigen Kampf mit mir selbst.
Denn einerseits hat man natürlich noch Bock auf andere Instrumente (mehr oder weniger Saiten, andere Hersteller, etc.) aber dann kommt wieder der Preis ins Spiel, weil man sich ja auch nicht verschlechtern will.
In der Summe bleibt bei mir also ein ganz klares First-World-Problem, dass einem aber trotzdem buchstäblich den Schlaf rauben kann.
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Und brauchen tut man das meiste von dem Zeug eh nicht, das macht es dann für die objektive Betrachtung noch verrückter. *lol*