Jimi Hendrix

von Senchay, 22.05.15.

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  1. Senchay

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    Erstellt: 25.05.15   #81
    Das ist ja das schwierige dran. Die meisten vergleichen ihn aber mit solchen wie SRV oder Clapton. MIt denen hat aber eigentlich rein gar nichts zu tun. In 10% seiner Songs macht er auch solche Schemen und baut die Songs nach Strophe & Refrains auf aber das mein ich nicht wenn ich von Hendrix red.

    Schaut mal Pali Gap an. Die Melodien die er da spielt, zu einem Bass Background der auf ganzen 5 Tönen basiert die auf und abgespielt werden, sind einfach nicht normal. Wer kommt auf sowas und kann zu "nichts" sowas zaubern. Die Musik passt ein keine Schublade die ich kenn.

    Oder hier... Spanish Castle Magic live. Sowas wird nie wieder geben. Er steht einfach da mit geschlossen Augen, in einer andren Welt und spielt Zeugs das gar nicht sein kann...ab der Mitte vom Video. Ka was er da spielt aber es ist nicht von dieser Erde. Somit kann man es kaum mit jemand vergleichen.

     
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  2. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.15   #82

    Gewisser Freak Faktor ist doch mMn noch etwas untertrieben.
    siehe
    "If 6 Was 9"

    **edit by C_Lenny: Komplette Songtexte wie der hier gelöschte unterliegen dem Lizenzrecht. Ggfs. z.B. "Tante Google" bemühen**

    Und ja SRV waren als Person und Künstler verglichen sehr unterschiedlich.
    Klar SRV war ein viel konservativerer "Bluestyp" eben.
    SRV wußte das aber mMn auch selber sehr genau.

    Beide haben aber zumindest für mich auch etwas gemeinsam. Sie sind gestorben
    als es gerade anfing richtig interessant zu werden. Bei Hendrix sind für mich
    Electric Ladyland und Band of Gypsys, bei SRV die letzte Soloplate die jeweils
    interessantesten. Bevor man SRV zu sehr disst, der war u.U deutlich öfter
    auf Droge als Jimi. Dieser Wechsel Koks und Beruhigungstabletten ist deutlichst
    negativ bei SRV zu spüren. Sein offizielle Live Platte (live alive) ist grausamst
    (und weniger live als in step) .......
     
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  3. stoffl.s

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    Erstellt: 25.05.15   #83
    @Soulagent79: volle Zustimmung - ausser bei Rory Gallagher. Und das ist vielleicht der Grund, warum ich mir SRV nie richtig warm geworden bin: ein genialer Gitarrist, aber im Endeffekt in sehr engen Bahnen, während Hendrix, ähnlich wie die Beatles oder auch die Stones zu jener Zeit, über den Tellerrand hinausgeschaut hat und Eindrücke verarbeitet hat. Das konnten und können letztlich nicht viele, dass sie sich von eingefahrenen Wegen lösen - und da nehm ich mich nicht aus.
    Warum ich Rory da rausnehme: weil auch er immer auf der Suche nach dem idealen Sound und Song war. Er war zwar tiefer im Blues verwurzelt und hat sich davon nie wirklich lösen können, hat aber stets neue Ansätze gesucht. Und er ist für mich wahrscheinlich der größte nach Hendrix, aber das ist meine bescheidene Meinung...
     
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  4. stoffl.s

    stoffl.s E-Gitarren Moderator HFU

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    Erstellt: 25.05.15   #84
    @Dr Dulle: weil du "If 6 was 9" zitierst: ich seh den Song als Abrechnung und Abgrenzung von Hendrix zur damals populären Hippiekultur. Weder er, noch Janis Joplin wollten als Hippies wahrgenommen werden. Bei Hendrix kommt noch die Rassenkomponente dazu - bis heute in den US ein wichtiger Faktor!
     
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  5. Dr Dulle

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    Erstellt: 25.05.15   #85
    Ja klar die Hippie Mode , aber auch die Gesellschaft drüber hinaus wird angeprangert ....
    Und er zieht sein eigenes Ding durch.
     
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  6. Plektomanic

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    Erstellt: 25.05.15   #86
    Zum ersten Teil des Posts kann man natürlich nur zustimmen , ist es doch schon lange allgemeinwissen was Hendrix´sound aussmachte .
    Aber wieso versuchst du SRV hier so darzustellen als hätte er krampfhaft versucht Hendrix zu kopieren ?
    Er hat Einen Song von Jimi Auf einem Album veröffentlicht und Live öfters "VoodooChile (Slight Return)" gebracht und Zwar EXCELLENT "Texas Flood" "In Step" (Grammy für das Beste Blues Album) oder Die Gitarren auf "Lets Dance" von Bowie ..(er hat ihn ja auch entdeckt und hält ihn für einen der Besten Gitarristen ever ..ja ich weiss ist ja nur Bowies Meinung;))
    Ich sag mal Du möchtest eben auch nur Klug..eissen:tongue:(nicht bös gemeint)
    Die Musiker haben sich quasi darum Geprügelt um mit Stevie Ray Vaughan Aufzutreten und du redest hier vom Stockkonservativem Redneck , was mich persönlich schon bisschen Nervt , woher weisst du das alles :bad:
    --- Beiträge zusammengefasst, 25.05.15 ---
    Diese Performance ist wirklich unglaublich ..diese feedbackmelodien und wie Mitch Mitchell sich die Seele aus dem Leib Trommelt ein Break nach dem anderen ...

    Wer von den ganzen "Fachleuten" hier hat vorhin behauptet hendrix hätte nix Souliges /Funkiges gemacht ?? Was ist mit der Band of Gypsys ? :rolleyes: Vielleicht solltet ihr mal mehr gute Musik hören
     
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  7. Plektomanic

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    Erstellt: 25.05.15   #87
    Von Gallagher kenn ich (noch) zu wenig (Greatest Hits CD und noch eine Live) Aber was ich höre ist ein Gitarrist OHNE zweifel , der es Draufhatte , ähnlich wie SRV (my 2 cents) wenn du mit den "engen Bahnen" die Texas Blues Platten und Konzerte seiner Band Double Trouble meinst ( :hail:) ..Ich weiss nicht was man NOCH mehr von einem ..ja sagen wir traditionellem Texas Blues Trio erwarten kann ..und dass er auch bereit war zu experimenten und sogar "Disco Musik" mit einzuspielen ("let`s dance darf man getrost zu besserer Disco Musik zählen)hat man auch gehört ..Die Sessions mit Stevie Wonder sind Bekannt ? ist auch was anderes als sein "Hinterwäldler" Texas Blues (lach) oder "Under the Red Sky" Mit Bob Dylan ??
    Die liste von Musikern , mit denen Stevie Ray Vaughan Musizierte ist noch um einiges länger , das wäre NICHT möglich gewesen mit dem von euch "Superfachleuten" so beschriebenen Eingeschränkten möglichkeiten :great:..
    Und ich bin mir SICHER Hendrix hätte ihn ebenso Eingeladen zum Spielen sowie Gallagher
     
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  8. Theo Retisch

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    Erstellt: 25.05.15   #88
    So, ich verfolge den Thread jetzt schon seit Seite 1 und gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu...

    Anders als bei vielen anderen hier, war Hendrix für mich zu Beginn meiner Gitarristenlaufbahn gar nicht so wichtig. Natürlich kannte ich den Namen und hatte seinen Auftritt im Woodstock Film gesehen, aber einen "Wow-Effekt" hat das bei mir nicht ausgelöst. Damals fragte ich mich eher, warum er einen so guten Ruf genoss, denn ehrlich gesagt fand ich beispielsweise seine Version der amerikanischen Nationalhymne absolut unhörbar. :o Über die Jahre ist mir natürlich klar geworden, wie diese Performance in die Geschichte einzuordnen ist und ich kann auch absolut nachvollziehen, wie revolutionär seine Alben/Auftritte gewesen sein müssen. Für mich als wesentlich später geborenen erschloss sich das jedoch nur stückweise und auch nur zum Teil.

    Mittlerweile habe ich alle seine Alben gehört und habe meinen Ersteindruck zu einem guten Stück relativiert. Es gibt einige Nummern von ihm, die ich mir sehr gerne anhöre und die ich auch regelmäßig selber auf der Gitarre spiele (Voodoo Child, Purple Haze, Hey Joe, Little Wing etc.). Es macht ja auch eine Menge Spaß, sämtliche Nachbarn und Mitbewohner mit 20-minütigen Jams in den Wahnsinn zu treiben. :rolleyes: Dennoch gibt es aber auch vieles von ihm, dass sich mir einfach nicht erschließen will. :o Ich kann verstehen dass das in den 60ern sehr eindrucksvoll gewesen sein muss, da es absolut neuartig war, aber wenn man die nachfolgenden 50 Jahre Musikgeschichte gewöhnt ist, schwächt sich dieser Eindruck natürlich ab. Nichtsdestotrotz sind viele seiner Nummern immer noch ein Quell der Inspiration.

    In diesem Zusammenhang, da es gerade diskutiert wird: Stevie Ray Vaughan war/ist aus meiner Perspektive einer der großartigsten Gitarristen aller Zeiten, der für mich einen Stellenwert hat, wie Hendrix für viele andere. Ihn als Hendrix-Kopisten oder musikalisch eingeschränkten Redneck darzustellen, wird seinem Werk bei weitem nicht gerecht. Aber das nur am Rande. Hier geht es ja schließlich nicht um SRV.
     
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  9. Plektomanic

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    Erstellt: 25.05.15   #89
    Für mich stellt es sich so dar dass Hendrix ebenso wie Clapton ,SRV , Gallagher , Blackmore , Page etc. (Die liste ist lange :D) seine Wurzeln im Blues hatte , ist klar , weiss Jeder , Daher ist auch das Notenmaterial ziemlich gleich (also die Sprache des Blues) , auch Hendrix Benutzt extrem viel sogenannte "repeatingpatterns" , natürlich mit seinem UNVERGLEICHLICHEM coolen (immer leicht sloopy) touch .
    Allerdings , stimmt es dann natürlich auch dass er sich eben auch Entwickelte in diese von dir beschriebene richtung , also die Akkorde werden immer Exotischer , die Stilmittel ebenfalls , völlig frei erweiterte Skalen , weiss genau was du meinst .
    Das hat NIEMAND damals draufgehabt .
    Da Werden jetzt wieder einige stöhnen , aber Hört euch mal "Live Cream" (Clapton , Baker . Bruce :hail:) an ..ich finde Clapton spielt da auch Völlig Abgehoben und abgespaced:

    Ich geh sogar soweit und behaupte Hendrix war auch von Cream leicht beeinflusst , wieso auch nicht , "The Jimi Hendrix Experience" kamen auf die Insel als Cream gerade DIE "Soupergroup" waren und es ist ja sowieso bekannt dass er Unbedingt Clapton kennenlernen wollte , was dann von den Sensationsgeilen Medien sofort zu "Hendrix Killed Clapton" (War wohl die Englische "BILD!" Zeitung ) Umgedichtet wurde ..
    Ich fress einen Besen wenn Hendrix nicht Ebenso verzückt war und ist von Creams "Crossroads" (DAS Clapton Solo ..das 3. solo , da schwebt er TOTAL weg , das ist ZIEMLICH anspruchsvoll ums mal milde auszudrücken :hail:)
    SICHER , Hendrix War trotzdem der Boss (nee ok is ja Springsteen :rofl:) Ihr wisst was ich meine .


    Jimi Hendrix IST der Hohepriester Der Elektrisch Verstärkten Axt (Ein Hendrix Smiley MUSS hier demnächst noch geschaffen werden und Zwar Korrekt mit Stratocaster:crutch:)
    Ich hab Hier die Live CD "The Last Experience Concert" (Excellente Qualität ich glaub sogar 24 K Gold bedampft) , Schon der Erste Akkord von "Little Wing" geht einem Durch Mark und Bein und was in den nächsten knapp 70 Minuten Passiert , ist schlichtweg ÜBERIRDISCH und mit Worten Kaum zu beschreiben , seit ich diese CD anfangs der 90er in einem SUPERMARKT zusammen mit irgendwelchem Durchschnitts Angeboten entdeckte und nat. sofort kaufte war mir VÖLLIG Klar , was besseres KANN nicht kommen , egal wieviel Technik man dann reinsteckt (denn das ist es ja nicht ..) James "Jimi" Marshal Hendrix ist das GRÖSSTE GENIE auf der E-Gitarre und NIEMAND wird ihn vom Thron Stossen können , zumindest was Den Klassischen Rock /Blues /Pop , also die Musik im 20. /21. Jahrhundert befrifft
    --- Beiträge zusammengefasst, 25.05.15 ---
    Danke ! Und Übrigens ... Klasse Avatar ..Miles Davis .."Kind of Blue" ;) OMG welch ENDCOOLER Sound (sorry für meine ständigen Superlative , was soll man machen wenn man Musik so liebt und nach worten sucht ..)
     
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  10. pehajope

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    Erstellt: 25.05.15   #90
    "da waren andere schneller als ich"

    Habe wohl weiter oben ein wenig zu oberflächlich geschrieben mit dem Zusammenhang von Blues. Obwohl Jimi Hendrix ja mehr die psychedelic Schiene gespielt und wohl auch gelebt (?) hat.

    Wenn aber man mal so ca. 50 Jahre Revue passieren lässt, fallen mir wohl sehr viele Musiker(viele leider auch zu früh gegangen) ein die von JH inspiriert wurden und vieles mehr oder weniger gut dar gebracht haben. Einer der mir auch immer im Zusammenhang mit JH einfällt, ist wie @Theo Retisch schrieb ist ganz klar "SRV" ...........aber dann darf für mich auch ein Gary Moore nicht fehlen.

    Wir waren zu dieser Zeit ein wenig "Revuluzzer" undsaugten diese art von damals neuer Musik mit allen ihrer Begleiterscheinungen fömlich auf. So ging es wohl nicht nur mir. es wurde auch jedes Konzert mitgenommen und das waren nicht gerade wenig.

    Es wird aber zu weit "OT", also höre ich auf zu schwärmen.
     
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  11. Dr Dulle

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    Erstellt: 25.05.15   #91
    Also ich nicht !! Ich hab ja geschrieben das seine letzten Platten für mich seine
    interessantesten waren. Und zwar gerade wegen der Kombination die eben
    Jimi Hendrix ausmachte. Bluesbackground kombiniert mit psychedelic und Rock,
    und gegen Ende wieder mit starken R&B Einflüssen. Das ganze dann gepaart
    mit Ausstrahlung, Bühnenpäsenz und Experimentierfreude.
     
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  12. Plektomanic

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    Erstellt: 25.05.15   #92
    Bitte nicht zu Ernst nehmen wenn ich mal bisschen stichelnd bin , gehört einfach dazu , dass man in einem Streitgespräch , mal deutlicher wird , Jeder hat da seine vorstellungen und das ist ja auch gut so also :hat:

    @Dr Dulle Weiss ja auch nicht mehr wen ich gemeint habe , dich wohl nicht :whistle:) Er hat eben einige facetten gehabt , z.B.Songs konnte er Auch sehr gut schreiben , Bisschen Dylan merkt man in "The Wind cries Mary"
     
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  13. Dr Dulle

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    Erstellt: 25.05.15   #93

    Einige Facetten ist mMn noch deutlich untertrieben. Er war das Komplettpaket.

    extrem gutes Rhythmusfeeling,
    guter Sänger,
    guter Sologitarrist,
    guter Songwriter + Texter !!!
    offen was unterschiedliche Musikstile anging
    offen was neues Equipment anging,
    guter Performer mit Ausstrahlung etc

    Das muss einem nicht gefallen, aber in der Kombination und Qualität eben einzigartig
    (und seiner Zeit weit voraus)
     
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  14. Plektomanic

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    Erstellt: 25.05.15   #94
    Ok das unterschreib ich :)
     
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  15. Senchay

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    Erstellt: 25.05.15   #95
    Ich glaube das kann man keinem erklären der es nicht selber sieht. Ich sheitere daran seit Jahren und hab mir schon Bekannte dadurch vergrault.

    Entweder man sieht es oder nicht, ich bezweifel langsam stark das man sich hinsetzen kann und dsa was wir hören und sehen suchen kann bis es "klick" gemacht hat.

    Solche Aussagen meine ich (nicht gegen Dich Theo :-) Bitte nicht persönlich nehmen, ich nehm das nur als Zitat weil es so gut zu vielen anderen Aussagen passt die ich im Lauf der Zeit gehört habe)

    Wenn einer das in in so vielen Jahren nicht "gesehen" und für sich erkannt hat wird das auch nicht durch diesen Post passieren. Wenn du wüsstest was meine (immerhin 30 Jahre Musikgeschichte) alles beinhalten, (hatte es ja schonmal erwähnt), da geht es quer durch den kompletten Techno Raum samt Drum&Bass, Progressive, Chillout über Punk & Ska über den gesamten Metal&Progressive Bereich bis hin zu B.B King und Blues. Arg viel gibt es nicht das ich wirklich nicht anhöre, dazu gehören Schlager und alles was in den Charts als Mainstream vertreten ist (abundzu gibt es gute Ausnahmen)

    Es gibt nichts was ich jemals in all diesen Richtungen gehört hab das annährend das auslöst was Hendrix macht. Und es ist auch nicht das es damals neu war, immerhin bin ich geboren als Hendrix tot war. Und auch nach über 1000 mal den gleichen Song anhören bewirkt er immernoch jedesmal das geiche. Wie ein Medikament das seine Wirkung nie verliert. Ein 100%iger Kick. Für "uns" ist eben genau nicht das der Grund ihn als Musikgott zu bezeichnen. Wir können das unendlich ooft hören und mit allem vergleichen das es gibt und es wird dennoch immer so bleiben.

    Ich kann auch nicht verlangen das das jeder immer so akzeptiert und sieht, mein Gott was wäre das für eine langweilige Welt wo jeder Hendrix hört. Schwierig wird es nur wenn diese Leute halt nicht diese Akzeptanz an den Tag bringen und "uns" belächeln oder und ausreden wollen wie er war. Denn das wird nicht passieren. Für uns ist sonnenklar das es sowas nicht mehr so schnell geben wird. Weil es die musikalische Offenbarung war und bis heute geblieben ist. Die Bibel wird ja auch nicht jedes Jahr neu geschrieben.

    Ganz wichtig, ich will niemand beleidigen damit, für mich ist jemand der "es versteht" nicht besser, höher oder schlauer als einer der es nicht tut. Ich hoffe das kommt an.


    PS: Ohne Mist....ich bin so froh den Thread gemacht zu haben. Ich dachte nämlich die letzten 20 Jahre ich bin der einzige auf der Welt der es genauso sieht....
     
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  16. Theo Retisch

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    Erstellt: 25.05.15   #96
    Ich verstehe was du meinst und nehme es entsprechend auch nicht persönlich. :) Dennoch versuche ich noch mal zu erklären, was ich sagen wollte...

    Nur zur Klarstellung, denn gerade dieser Teil liest sich so, als würdest du denken, ich hätte die letzten 50 Jahre musikalischer Entwicklung live miterlebt. Dem ist jedoch nicht so. Meine Aussage war so gemeint, dass sich mir der revolutionäre Charakter von Hendrix' Musik nicht in dem Maße erschließt, wie dir, weil ich die Entwicklung (gezwungenermaßen) vom anderen Ende her betrachte.

    Du bist ja schon wesentlich länger dabei und hast sozusagen am "Tagesgeschen" nachvollziehen können, welchen Einfluss Jimi gehabt hat. Ich hingegen sehe jetzt das "(vorläufig) fertige" Endergebnis bei dem Hendrix 'nur' noch als Pionier, der vor mehreren Jahrzehnten gelebt hat, nachwirkt. Die Musik hat sich seit den 60ern in extremem Maße weiterentwickelt - es hat inzwischen ja schon fast alles gegeben. Elektronische Musik, die durch vollkommen unnatürliche/unmenschliche Beat-Drops etc. die Grenzen des machbaren ausgetestet hat, oder beispielsweise brutalsten Death-Metal, der auf den ersten Blick mehr mit Lärm gemeinsam hat, als mit Musik. Gleichzeitig hat sich auch die Aufnahme- und Spieltechnik verändert. Sound kann ich ganz anderem Maße aufgenommen und wiedergegeben werden als in den 60ern, und technisch präzise spielenden Musiker gibt es wie Sand am Meer.

    Wenn man vor diesem Hintergrund - der Gewöhnung an einen technisch sehr hohen Standard - Hendrix' Alben hört, kann er einen wohl nicht in dem Umfang umhauen, wie dich. (Das folgende ist nicht wertend gemeint) Aus heutiger Perspektive klingen seine Aufnahmen nunmal "alt" und ein an Perfektion gewöhntes Ohr wird sich wohl zunächst schwer tun, wenn man sich beispielsweise besagten Auftritt bei Woodstock ansieht, wo er die Atmosphäre nunmal nicht über Präzision, sondern über Feeling schafft.
    Damit möchte ich seine Leistungen und seinen Verdienst für die E-Gitarre in keinem Fall schmälern. Es geht mir lediglich darum, darzulegen, warum ich mit manchen seiner Stücke meine Schwierigkeiten habe und das ganze auf ein logisches Fundament zu stellen.

    Vielleicht wäre es möglich, dass auch jemand der heute geboren wird, von Jimis Musik geflasht wird, wenn er vorher mit keiner anderen Musik in Berührung kommt. :gruebel: Dann fiele zumindest der von mir beschriebene Gewöhnungseffekt weg.

    Keine Sorge, es kommt sehr deutlich an, was du sagen willst. ;)
     
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  17. Senchay

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    Erstellt: 25.05.15   #97
    Aber ich bin doch noch gar nicht so alt !??!?!? :-)

    Ohje oder doch? Ich glaub ich bin gerade so in der Mitte von der neuen Generation und der Vintage Generatione. Vermutlich tendier ich deswegen auch so in beide Richtungen. Ich kenne sehr wenige wo Jimi Hendrix mit Techno und Savage Messaiah & Megadeth gleichzeitig hören.

    Also dabei war ich auch nicht. Als ich 13 war waren gerade Iron Maidens Powerslave, Metallica mit Justice 4 all, Megadeth Rust in peace usw draussen.
     
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  18. Dr Dulle

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    Erstellt: 25.05.15   #98
    Na und what the fuck. Alter ist bloß ne blöde Zahl und auf die Einstellung kommt es an.
    Ich kann das sagen da ich s.o. a) schon Opa bin und b) mir auch Hendrix als Opa gut vorstellen kann.
    Der würde auch nix drauf geben ...... :D
     
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  19. Senchay

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    Erstellt: 25.05.15   #99
    Na das hab ich doch nur gesagt weil es sich anhört als ob ich mit Hendrix live gross geworden bin. :-) Dabei zähl ich mich ehr zur neueren Generation. Wie gesagt, ich bin ein Metallica, Iron Maiden & Megadeth Kind. Ende 80er, Anfang 90er waren meine Jugend. Da hat schon keiner mehr über Hendrix geredet, zumindest in meinem Umfeld.
     
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    Erstellt: 25.05.15   #100
    Ja , dazu wollte ich noch Sagen , dass es damals WEIT nich so vieles an zubehör oder Technischen mitteln gab wie heutzutage , Es wird einem WIRKLICH verdammt leicht gemacht Die Gitarre zu erlernen Hunderte von Marken , Kleinst und Grosse Effekte in ALLEn Preisklassen , oder Saiten , was es da für eine Auswahl gibt , Wärend Jimi mit WIRKLICH bescheidenen Mitteln alles Weggespaced hat , das sollte man auch bedenken .
    Was die 3 Studio Alben betrifft , die sind für damalige verhältnisse absolut Grandios .
     
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