Moin!
Ich habe etwas Probleme mit meinem Amp1 Iridium. Zum Hintergrund und dem Problem:
Ich spiele den Amp1 Iridium aktuell zu Hause über eine Engl OS 2x12 mit Eminence Legend V12 auf Zimmerlautstärke. Gitarre ist eine Jackson WRX24 Warrior mit SeymourDuncan Thrash Factor an der Bridge und DiMarzio Air Norton am Hals.
Der Amp hat für mich als Puristen zwar immernoch zu viele Optionen mit den CustomControls an der Seite und dem Boost etc.... Aber er läuft erstmal bei geringen Lautstärken ohne Auffälligkeiten.
Um zu testen wie der Amp bei Live-Lautstärke klingt habe ich ihn mit ins Studio genommen und über eine alte Marshall 1960A mit 75er Celestion gespielt. Der Sound war eine absolute Katastrophe! Dünn, kratzig, schrill. Völlig unerwartet. Egal wie ich den Amp eingestellt hab, es klang immer total übersteuert und unsauber. Der Sound ist schwer zu erklären, aber von Definition war da nichts zu hören. Egal welche Gain-Einstellung, der Amp klang auch VIEL zu schrill. Ich musste Treble komplett rausdrehen und der Amp war immernoch zu höhenlastig. Im Kopf hatte ich den Amp schon wieder inseriert, weil ich so frustriert war. Ich konnte nichts von dem nachvollziehen was man in Reviews etc. über die BLuGuitar Amps liest und hört.
Was allerdings am meisten gestört hat waren die sog. "Wolf Tones", wie sie wohl genannt werden (Ergebnis meiner Recherche). Die entstehen wenn sich irgendwelche Frequenzen überschlagen und interferieren. Und genau diesen Effekt hat der Amp1 richtig stark erzeugt. Es klang vor allem auf den tieferen Saiten immer so als würde da noch ein zweiter Ton oder eine Frequenz mitschweben, was zu einer Art digitalem Sound geführt hat. Die Gründe für diese wolf tones können wohl recht vielfältig sein. Was mich zu folgenden Versuchen führte:
1. Den Amp auf "Low-Gain-Mode" nutzen. Das war mir völlig unbewusst. Ich meine tatsächlich eine Reduktion der Höhen zu hören, wenn auch marginal. Insg. habe ich nicht den Eindruck, dass das Gain deutlich reduziert wird. Ob er aber die Lösung des Problems mit den schrillen Höhen oder auch den wolf tones ist, wird sich noch rausstellen müssen.
2. Pickuphöhe variieren. Dass man das manchmal tun muss ist ja nichts neues. Allerdings stelle ich fest, dass ich den Bridge Pickup mit fast 6mm Saitenabstand einstellen muss um den wolf tones entgegen zu steuern.
Also irgendwie ist das ganze nicht wirklich zufriedenstellend. Zum einen kann ich den Amp nicht voll nutzen und nur im lowgain mode und zum anderen muss ich die Gitarre derart anpassen, dass hier natürlich auch wieder was im Sound fehlt. 6mm Saitenabstand ist dann doch recht viel. Es funktioniert jetzt zwar irgendwie aber es ärgert. Definitiv kein Plug-and-Play und somit kaum mit einem Marshall vergleichbar. Soundmäßig kriegt man das hin, aber man muss schon viel rumdrehen und ggf. das gesamte restliche Setup anpassen.
Höhen kann ma ja im Notfall noch mit EQ oder ToneControl an der Gitarre in den Griff kriegen aber diese frequenzgeschichte mit den wolf tones ist ganz merkwürdig.
Hat da jemand ähnliche Erfahrung oder hat eine Idee was das sein könnte? Ich werde noch weiter rumprobieren, weil alternativen zum Amp1 sind rar gesäht wenn man nicht deutlich mehr ausgeben will oder full-digital gehen möchte.
VG
