Hail to the King, baby: Der King-Korg-Thread

Exakt: urspürnglich hatten nur Modularsysteme oder Riesenschalchtschiffe wie der Jupiter oder der CS80 fortgeschrittene Möglichkeiten. Und das waren Synths zum Kleinwagen-Preis.

Der KK ist leicht transportierbar, stimmstabil (außer man regelt es anders), bezahlbar und effizient, und m.E. der kürzeste Weg zu im Bandkontext gut klingenden Klassiker-Sound-Annäherungen (natürlich nicht 1:1, das ist ja klar). Und da man dann auch noch alles mögliche, von Acid-Sounds oder Wobbles, bis hin zu ein paar FX-Sounds (verschiedene Rausch-Oszillatoren an Bord) in guter Qualität aus demselben Gerät kriegt, gibt es eigentlich nicht viel zu meckern.

An den zusätzlichen Wellenformen bin ich übrigens nicht mehr interessiert als ein Porsche-Fahrer am Platz auf seinem Rücksitz. Es kann nicht schaden, aber es war sicher nicht nötig, zwei ganze Preset-Bänke dafür bereitzustellen. Die werde ich sicher anders nutzen. Allerdings kann es ganz witzig sein, ein Synth-Pad z.B. mit einem gefilterten Mellotron-Sound als zweiter Wellenform einzusetzen etc.
 
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Das mag alles stimmen, trotzdem bleibt es ein verwirrtes Konzept, welches die Hälfte des UIs des "Analog Modelling Synthesizers" mit Keyboard Funktionen verschwendet, diese auch noch unpraktikabel anordnet und stattdessen die Synth Funktionen in Untermenüs versteckt.

Edit: nicht falsch verstehen! Er klingt super und ist für seinen ursprünglichen Zweck sehr geeignet, nur passt das UI nicht dazu.
 
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Das mag alles stimmen, trotzdem bleibt es ein verwirrtes Konzept, welches die Hälfte des UIs des "Analog Modelling Synthesizers" mit Keyboard Funktionen verschwendet, ...

Das habe ich nicht genau verstanden: was meinst Du mit Verschwendung an Keyboard-Funktionen?

Mir kommt die Struktur (nicht die Filter-Anordnung rechts) gerade so, wie sie ist, im Gebrauch eigentlich sehr praktisch vor: sie erlaubt direkten Live-Zugriff auf alle am häufigsten benutzten Klangformungselemente. Nur die fortgeschrittenen Funktionen, die man nicht live, sondern beim Soundprogrammieren einsetzt, werden in Unterseiten über die 8 Funktionstaster angesprungen und sind dort - weil sie in kleinen Gruppen sortiert sind - sehr schnell durchzuscrollen und zu ändern. Soundprogrammierung geht insgesamt ungefähr so schnell und flüssig wie an monophonen Moogs, mit dem Unterschied, dass zusätzlich polyphone Möglichkeiten sowie 2x-Layers und -Splits möglich sind und auch die Preamp- und Effektsektionen gleich mit in Reichweite und genauso leicht einstellbar sind.
 
Die gesamte linke Seite wird von der Effekt Sektion verbraucht, die in erster Linie für die Pianos gedacht ist. Meiner Meinung nach bei einem dezidierten Synth eine Verschwendung. 11 von 27 Potis sind keine klassischen Synth Controller. Wenn sie die rechte mit der linken Seite vertauscht hätten, wäre es schon viel sinnvoller, auch weil der Signalfluss gefühlt doch immer von links nach rechts geht und die linke Hand den Cutoff bedienen kann.
 
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Hab den KingKorg gestern auch angespielt.

a) Ich finde es natürlich auch ungeschickt, dass der Filter rechts und nicht links ist, allerdings bin ich mit wesentlich schlechteren Erwartungen an das Gerät gegangen, als er es verdient hätte. Man kommt damit gut klar, es ist kein No-Go für mich.

b) Nach euren Berichten hier habe ich bei der Tastatur schlimmes erwartet - ich bin der Meinung, dass sie sich für Synth-Sounds gut schlägt!
 
Exakt: urspürnglich hatten nur Modularsysteme oder Riesenschalchtschiffe wie der Jupiter oder der CS80 fortgeschrittene Möglichkeiten. Und das waren Synths zum Kleinwagen-Preis.
Es gab aber immer noch die halbmodularen Monosynths. Der ARP 2600 war vielleicht nicht billig, verkaufte sich aber gut, den hatten nicht wenige, vor allem hatten den die Erfolgreichen, deren Sachen man heute noch hört. Und Korg selber hat doch mit dem MS-20 damals den Synthmarkt von hinten aufgerollt.

Und was, wenn man mal EMS-Geblubber braucht? (Okay, scheitert vielleicht auch daran, daß bis heute keiner EMS-18 dB/Oktave-Filterklone hat.)

Dann wieder gibt's den Fall, wo man die Matrix braucht für Sachen, die in anderen VAs vorverdrahtet sind. Bißchen OT, aber beim Miniak muß man sich Modulation per Modwheel selber bauen, und die schluckt dann auch gleich zwei Matrixslots, während die bei Korg meines Wissens immer noch vorverdrahtet und regelbar ist, jedenfalls ist sie das bei MS2000 und MicroKorg.


Martman
 
Auf Amazona habe ich mir ein paar Klangbeispiele angehört, und muss zumindest vorab sagen (ohne das Gerät vorher gespielt zu haben), dass der KingKorg nichts Neues zu bieten hat.
Die Korg-Presetsounds sind eher schwach - insbesondere analoge Pads (typische 80er) fallen im Vergleich zum Wettbewerb stark zurück.
Ein Gerät was keinen richtigen Kaufanreiz bietet, wohl aber mit einer soliden Qualität um die Ecke kommt (das externe Netzteil betrachte ich nicht unbedingt als ein Nachteil in dieser Preisklasse).
Zudem ist die Bedienbarkeit (direkter Parameterzugriff etc.) für ein VA Gerät aus dem Hause Korg durchaus gelungen.
 
Auf Amazona habe ich mir ein paar Klangbeispiele angehört, und muss zumindest vorab sagen (ohne das Gerät vorher gespielt zu haben), dass der KingKorg nichts Neues zu bieten hat.
Die Korg-Presetsounds sind eher schwach - insbesondere analoge Pads (typische 80er) fallen im Vergleich zum Wettbewerb stark zurück.
Ein Gerät was keinen richtigen Kaufanreiz bietet, wohl aber mit einer soliden Qualität um die Ecke kommt (das externe Netzteil betrachte ich nicht unbedingt als ein Nachteil in dieser Preisklasse).
Zudem ist die Bedienbarkeit (direkter Parameterzugriff etc.) für ein VA Gerät aus dem Hause Korg durchaus gelungen.

Dazu sage ich nur - hör ihn Dir erstmal live an - bevor Du anhand eines Klangbeispieles im Netz ein Urteil fällst.

Wie willst Du die Aussagen denn untermauern, ohne dass Du den KingKorg unter den Fingern hattest.....?
 
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Auf Amazona habe ich mir ein paar Klangbeispiele angehört, und muss zumindest vorab sagen (ohne das Gerät vorher gespielt zu haben), dass der KingKorg nichts Neues zu bieten hat. Die Korg-Presetsounds sind eher schwach - insbesondere analoge Pads (typische 80er) fallen im Vergleich zum Wettbewerb stark zurück.

Was sollte denn Neues von subtraktiver Synthese zu erwarten sein, noch dazu in einem Synth, dessen Konzept es ist, grundlegende Sounds und kein komplexes virtuelles System zu bieten? Geht es dabei nicht in erster Linie um guten Klang und praktische Bedienung und Einsetzbarkeit?

Besonders die Pads fallen im Vergleich zur Konkurrenz stark zurück? Welche Pads im Vergleich zu welcher Konkurrenz?

Ich frage deshalb, weil die Pad-Sektion in den Presets nur einige Beispiele enthält, von gut klingenden Synth-Streichern bis zu eher mäßig programmierten Pad-Spielereien. Und das sind insgesamt - bei 200 mitgelieferten Patches quer durch alle Kategorien einschließlich der Keyboard Sounds - nicht mehr als ein paar Beispiele und Anregungen. Der KK bietet aber sehr gute Werkzeuge zur Erstellung vieler Arten gutklingender Pads, so dass ich hier ganz bestimmt kein Problem sehe. Das einzige, was man von ihm nicht bekommen wird, sind komplexe Moving-Pad-Strukturen mit Mehrfachfiltern etc.

@Martmann
Eigentlich haben sie das mit der Modulations-Matrix (beim KK heißt das Virtual Synth Patches) ganz pfiffig gelöst, indem sie zur vorhandenen Source- und Destination-Liste drei frei per CC definierbare Midi-Slots hinzugefügt haben. Insgesamt kannst Du also Deinen Grundbedarf ganz gut abdecken.

Ich sags nochmal: man muss wissen, was man mit diesem Synth kriegt und was nicht:
- man kriegt kein komplexes modulares/halbmodulares System. Die Modulationsmatrix ist aber locker flexibel genug für die meisten Alltagszwecke.
- man kriegt einen sehr schön analog klingenden Hardware-VA mit gelungender Preamp und Effekt-Sektion: alles ist einfach und übersichtlichtlich (das heißt auch begrenzt) strukturiert, aber definitiv musikalisch sehr nützlich einsetzbar.
- man kann Sounds dank der vielen klangformenden Elemente (Filtermodelle, Preamp- und Effektsektion) sehr gut und schnell in gewünschte Richtungen anpassen

Der KK ist m.E. ein in hohem Maße alltagstauglicher polyphoner VA mit überzeugendem Sound, und etwas vergleichbares hatte ich vorher vergeblich gesucht oder aus Synths wie dem dem Access TI oder einem ausprobierten Nordlead 3 nicht wirklich bekommen.

Vielleicht geht ja der Nordlead 4 in ähnliche Richtung, obwohl der aktuelle Demo-Sound vor der Frankfurter Messe mit den Geräuschen sich für mich überhaupt nicht nach überzeugendem Klangspektrum anhört: das klingt alles trotz des demonstrativen Dark-Sound-Gehabes eher dumpf und leblos für meine Ohren - und gar nicht nach überzeugenden VA-Filtern.
 
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Vielleicht geht ja der Nordlead 4 in ähnliche Richtung, obwohl der aktuelle Demo-Sound vor der Frankfurter Messe mit den Geräuschen sich für mich überhaupt nicht nach überzeugendem Klangspektrum anhört: das klingt alles trotz des demonstrativen Dark-Sound-Gehabes eher dumpf und leblos für meine Ohren - und gar nicht nach überzeugenden VA-Filtern.

Ist halt kein Korg...

No offense, aber das kann doch nicht dein Ernst sein, oder?
 
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Das hat nichts mit Firmen zu tun: ich finde den Sound des Clavia-Teasers ausgesprochen armselig: der macht mich garantiert nicht neugierig. Und das ist mein voller Ernst.

Bin trotzdem gespannt, wie der Nordlead 4 alles in allem klingt, und das meine ich genauso ernst. ;)
Wenn er nicht analoger als die Vorgänger klingt, habe ich allerdings keine Verwendung dafür.
Aber das schließt ja nicht aus, das andere ihn für andere Zwecke gut gebrauchen können.
 
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Der Librarian ist inzwischen Online.
Ist nix besonderes, hilft aber beim zügigen Organisieren von Presets und Favoriten.
Auf meinem Win7/64 OS (allerdings als 32bit-Anwendung) funktioniert er bis jetzt problemlos zusammen mit dem aktuellen USB-Treiber.
 
Sehr schön!

 
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Wer's mag; wenn man acid filtert, ist's halt immer noch acid.
 
..
Schmatzt und röhrt ziemlich analog-like und mit dem gesamten Soundspektrum von tief bis zu Brizzel-Höhen, findet ihr nicht?

Ich finde es klingen irgend wie nach Plastik. Nicht falsch verstehen er hat schon eine geilen Sound aber irgend was fehlt mir da was. Das ist immer alles so megasauber und clean.

Und ja ich find die Filter klingen wirklich gut von dem Ding aber beim Grundsound fehlt mir da was. Ich bin aber auch kein analog Verfechter dafür klingen viel Synth heute anders und auch teils besser.

Also mich kickt er nicht.
 
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Ich hatte das Teil heute mal auf der MM in der Präsentation gesehen und angespielt, für mich das Gerät mit dem größten Aha Effekt. Der Overdrive ist nach meiner Meinung der Hammer, das rockt... Und wenn dazu noch die Röhre leuchtet ;-) Tastatur macht einen sehr guten Eindruck.
 
Hab den KingKorg auch auf der MM angespielt. Sehr fein, die Röhre ist cool, aber auch die Sounds fand ich super :)
 
Ich hab ihn auch gestern auf der Messe angespielt. Btw: Wie arm ist Korg denn, daß es von jedem Gerät nur genau ein Vorführmodell gab?

Hat erstmal einen positiven Eindruck hinterlassen. Die Oberfläche inklusive "Vintage-Regler" gefiel mir überraschend gut, alles war spontan bedienbar und auch mit der Tastatur könnte ich gut leben. Abstriche muss man bei der Haptik der Regler machen: der solide Look steht hier mal wieder im Kontrast zur gummiartigen Flexibiltät von Potis, die ihren Halt nur von der Platine beziehen...

Die nicht am Signalfluss orientierte Aufteilung der Bedienelemente ist zumindest gewöhnungsbedürftig, ich will mir kein Urteil erlauben, wie sich das nach einer Eingewöhnungsphase anfühlt.
Etwas unglücklich scheint mir die Vergabe und Positionierung der unterschiedlich "wichtigen" Funktionen auf die Regler: einen extra-großen Poti bekommt natürlich das Filtercutoff - aber auch das noch zentraler platzierte Oszillatormodell.
Die Effektsektion macht sich links extrem breit und die Effekt-Auswahl lässt sich mit den Riesen-Potis feiern, während wichtige Dinge wie die Envelope und der LFO ganz am rechten Rand Platz nehmen müssen und zum Wechsel der Filtermodelle oder der Auswahl der Oszis recht unscheinbare Taster herhalten müssen.
Die Folge: auf der Suche nach dem Filter hab ich ständig zum Oszillatormodell gegriffen und dieses verstellt, die Betriebszustände der Oszillatoren erschließen sich nur "auf Knopfdruck" u.s.w..

Insgesamt ist man durch die Aufteilung und die Ausnutzung der gesamten Instrumentenbreite ziemlich viel am hin- und hergucken, das Teil ist gemessen an seiner eigentlichen Einfachheit nicht optimal auf einen Blick zu überschauen.
All das ist kein Showstopper - es fiel mir halt spontan auf und ist sicherlich Gewöhnungssache.


Zum Sound lässt sich leider wenig bis gar nichts sagen: im Messelärm war eine faire Beurteilung ebenso wenig möglich wie beim NL4. Grundsätzlich macht er auf den ersten Blick seinen Job sehr gut und stellt für den Preis einen guten Gegenwert dar.
 
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