Moin,
ich komme gerade von einem Gig am Wasser in Hamburg, kleines lokales Festival mit 5 Bands:
Schöne Location, 100-150 Leute, Getränke, Bratwurst und Pommes. Bis ca. 20min bevor wir nach der 2. Band aufbauten Regen mit Boen - dann Sonne bis eine viertel Stunde, nachdem wir abgebaut hatten. Man muss ja auch mal Glück haben...
Die vom Veranstalter gestellte "PA" nach draussen ging vom Sound her so lala, aber das Monitoring...
Wir hatten unsere IEM-Anlage nicht dabei und fanden vor Ort zwei "Monitore" 10/2 der Marke Fun Generation (kosten beim T 99€) vor, der Drummer hatte eine 12/2-Billobox neben sich.
Ich habe einen professionellen Raider erstellt, weil ich darum gebeten wurde mit dem Hinweis, dass wir eine Frontfrau haben, die deutsche Texte singt und eine astreine Gesangsverständlichkeit wichtig ist. Ok, kein Problem, so die Rückmeldung.
Um es kurz zu machen: Der Sound nach draussen war wohl ok bis gut, die Stimme deutlich zu leise und nicht gut verständlich...
Der Monitorsound war das schlechteste, was ich je erlebt habe, kein Wunder beim dem Material. Die Sängerin hat sich kaum gehört, sie hat es trotzdem super hinbekommen. Für uns anderen war es weitgehend Blindflug.
Das Nervigste: Unser Drummer hatte gesagt, er brauche auch Bass auf dem Monitor, nun gut, ich stand neben ihm...
Dann war er ihm zu laut, nach dem dritten Stück liess er die Sängerin durchsagen, dass der Bass auf dem Monitor des Drummers zu laut sei und leiser müsse. Eigentlich verständlich, oder?
Der Toni-Auszubildende drehte den Bass aber lauter, und zwar so laut, dass der verzerrte Basssound aus der Monitorbox auf der Bühne deutlich lauter war als meine FMC 215 an einem Genz Benz Shuttle 9.2. Erst nach deutlichen Beschwerden zwischen zwei Stücken hat der Toni, der die ganze Zeit daneben stand, runtergedreht und der Sound wurde erträglicher. So etwas habe ich noch nicht erlebt.
Wir haben trotzdem abgeliefert, Spass haben geht aber anders.