Ich dachte, da gibt es schon einen Thread zu, aber
das war der hier, und da ging es um Bands, die sich selber von der Bühne mischen,
Heut war ich bei einem Konzert, da war ich drauf und dran, zum Tontechniker zu gehen und ihm ein paar Tipps zu geben.
Das war ein Damenduo, beide haben gesungen, eine spielte (ziemlich gut) Gitarre (und hat zwischen verschiedenen gewechselt), di andere hat verschiedene Instrumente gespielt. Insgesamt hätte alles etwas lauter und kräftiger sein dürfen, aber zwischnzeitlich war schon mal ein sich anbahnende Feedback Pfeifen zu hören.
Mir sind 2 Dinge aufgefallen: Cajon hat gedröhnt (Abnahme im Inneren - da kam hinten ein XLR Stecker raus) und die Gitarren waren eher dünn.
Beim Cajon, das ja ein Helmholtz Resonator ist - kommt es gerne zu einer scharfen Dröhnfrequenz - meist so um die 60 Hz. Bei Abnahme von außen ist das weniger kritisch. Die Dröhnfrequenz ist zeimlich scharf und man bekommt die mit Digitalpulten mit einem PEQ mit hohem Q und deutlicher Absenkung ganz gut weg, ohne dass der Cajon Sound zu sehr drunter leidet.
Und bei den Gitarren war der Kanal vermutlich auf typischen Gitarren EQ gestellt - nicht zu viel Bass, damit man sich mit dem Bassisten nicht in die Quere kommt - nur gab es keinen Bass. Ich hätte den Low Cut hier bis 80 Hz runter gedreht. Gegebenenfalls bei Dröhnneigung mit mittlerem Q bei ca 150 Hz leicht abgesenkt (hängt von der jeweiligen Gitarre ab, liegt irgendwo zwischen 100 und 200 Hz).
Ich hab mich gefragt, ob ich zum Tontechniker gehen soll und ihm das stecken, aber dann denke ich, das könnte auch negativ ankommen. Ich bin dann nicht hin.
Neulich war ich bei einem andern Konzert, da war die Gitarre so kratzig dünn, da habe ich das dem Gitarristen und Tontechniker in der Pause rückgemeldet. Eventuell war da auch eine Verbindung schlecht. Eventuell Kabelbruch oder schlechte Steckverbindung. Da war es aber nur die Rückmeldung "als Gast" zum Klangeindruck während ich heut ganz spezifische Vorschläge zum EQ gehabt hätte.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich heute eine deutliche Klangverbesserung hätte realisieren können, weil ich genau damit bei der Open Stage, bei der ich häufig mische, ziemlich Erfahrung habe, gerade was Gitarren und Cajon angeht. Und da ist durch die Wechsel alle 10-20 Minuten ein neuer "on the fly" Soundcheck mit jeweils völlig andern Stimmen und Instrumenten.
(Und ja, mein Cajon und das meines Bandkollegen haben auch eine Grenzfläche drin - und da ist das Notchfilter bei 60 Hz erfolgreich realisiert. Wenn diese eine Resonanzfrequenz entschärft ist, kann man einen fetten und bassigen Sound hinbekommen.)
Ich bin mir einfach nicht sicher. Hätte ich da doch hingehen sollen?